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N° 1290
28.01. - 03.02.2023

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am 04.02.2023



Startseite · CD zum Sonntag

24. — 30. Dezember 2022

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Auch nach mehr als 200 Alben ist Jordi Savall immer noch für eine Überraschung gut. So präsentiert der spanische Meistergambist auf seiner jüngsten CD ein großartiges Stück aus dem Mittelalter: den Codex Las Huelgas. Er wurde 1325 komponiert, 1904 wiederentdeckt und stellt das einzige Manuskript seiner Zeit dar, das heute noch an seinem ursprünglichen Ort aufbewahrt wird: einem Zisterzienserkloster an der Straße nach Compostella in Nordspanien. Der Codex enthält Musik aus drei Jahrhunderten, aus den 186 Stücken der Sammlung hat Savall elf Werke ausgewählt. Mit seinen vielfach preisgekrönten Ensembles La Capella Reial de Catalunya und Hespèrion XXI bringt er diese Musik in ihrer ganzen schlichten Schönheit zum Klingen.


17. — 23. Dezember 2022

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Der Komponist Michael Haydn steht heute im Schatten seines berühmteren Bruders Joseph Haydn, dabei wurde er von den Zeitgenossen durchaus als gleichrangig wahrgenommen. Zum Glück hat man seine Musik in den letzten Jahren wiederentdeckt, dabei wurde er zunehmend als bedeutender Komponist anerkannt. Michael Haydns Schaffen umfasst mehr als dreißig geistliche Werke in lateinischer oder deutscher Sprache für zwei- oder dreistimmige Oberstimmen. Er schrieb diese für seine „lieben Chorknaben“ am Salzburger Dom, an dem er über 40 Jahre als Hofkomponist tätig war. Die erste Vertonung des Ordinariums in dieser Reihe stellt die „Missa Sancti Aloysii“ aus dem Jahr 1777 dar. Sie war ursprünglich für das Gedenken an die Heiligen Unschuldigen am 28. Dezember gedacht, als die Kapellknaben ihren Hauptfesttag feierten, und ist in ihrem Charakter von überschäumender Freude und Jubel geprägt. Am Ende seiner schöpferischen Tätigkeit steht die „Missa sub titulo Sti. Leopoldi pro festo Innocentium“. Sie war Michael Haydns letztes vollendetes Werk, das trotz der schlechten Gesundheit des Komponisten am 22. Dezember 1805 rechtzeitig fertiggestellt wurde. Als wertvolle Ergänzung zu diesen beiden Messvertonungen findet sich auf diesem Album auch eine Gesamtaufnahme der Vesper, die Haydn für das Fest der Heiligen Unschuldigen im Jahr 1787 schrieb. Die Accademia Vocale di Genova und das vierköpfige Begleitensemble bringen diese Musik unter der Leitung von Roberta Paraninfo stilecht und mit viel Herzblut zum Klingen.


03. — 09. Dezember 2022

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Wohl kaum ein Künstler hat so viel für die Entwicklung und Erneuerung des argentinischen Tangos getan wie der argentinische Komponist und Bandoneon-Virtuose Astor Piazzolla. 2021 hätte er seinen 100. Geburtstag gefeiert, aus diesem Anlass spielte der junge dänische Akkordeonist Bjarke Mogensen in jenem Jahr ein Album mit den wichtigsten Werken des Tango-Nuevo-Königs ein. Als musikalische Partner für dieses Projekt wählte er seinen Landsmann Mathias Heise, der zu den führenden Mundharmonika-Virtuosen Dänemarks gehört, den vielfach ausgezeichneten schwedischen Perkussionisten Johan Bridger sowie einige Musiker der Danish Chamber Players, eines achtköpfigen dänischen Kammermusikensembles. Mit grandiosem tänzerischen Schwung, Temperament und Leidenschaft bringen sie Piazzollas zeitlose Meisterwerke zum Klingen und zeigen, dass man sich auch in nordischen Gefilden auf stilechte Interpretation argentinischer Musik versteht.


26. November — 02. Dezember 2022

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Beim Namen Galilei denkt man sofort an den genialen Mathematiker und Astronomen Galileo Galilei, der mit seiner exakten Messmethodik die modernen Naturwissenschaften maßgeblich mitbegründete. Doch zur Familie Galilei gehörten auch zwei bedeutende Musiker: Galileos Bruder Michelangelo Galilei und der gemeinsame Vater Vincenzo Galilei. Beide waren hervorragende Lautenisten, Vincenzo setzte sich auch intensiv mit den physikalisch-akustischen Grundlagen der Musikproduktion auseinander und verfasste Schriften über die Stimmung der Laute. Er komponierte neben monodischen (einstimmigen) Werken mit Lautenbegleitung, die leider nicht erhalten sind, einige mehrstimmige Madrigale und Lautenstücke. Sein Sohn Michelangelo schrieb bereits Werke, die von der Ästhetik des Frühbarock geprägt waren. Der Freiburger Lautenist interpretiert diese schnörkellosen Werke aus Renaissance und Frühbarock mit klarem Ton in natürlichem Fluss ohne agogische Mätzchen.


19. — 25. November 2022

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Der größte Erfolg des tschechisch-jüdischen Komponisten Jaromír Weinberger war seine Oper „Schwanda, der Dudelsackpfeifer“, die im Jahr 1927 entstand. Sie erlebte weltweit zahlreiche Aufführungen, bis 1931 wurde sie über 2.000 mal gespielt. Und seine Operette „Frühlingsstürme“ war die „letzte Operette der Weimarer Republik“, sie wurde 1933 in Berlin von den Nazis abgesetzt. Danach galt Weinberger als verfemter Komponist, dessen Werke nicht mehr aufgeführt werden dürfen. Der große Erfolg von Weinberger als Opernkomponist verdrängte jedoch auch damals schon die Tatsache, dass der Schüler von Max Reger auch eine ganze Reihe sehr origineller Klavierwerke schrieb.
Der österreichische Pianist Gottlieb Wallisch hat diese Stücke nun wiederentdeckt und als erster Pianist überhaupt auf CD eingespielt. Voller Enthusiasmus äußert er sich über Weinbergers Klavierwerke: „Es ist eine Musik voller Farben, voller Lust an Klängen, mit teilweise unbändiger pianistischer Freude und Kraft – gleichzeitig aber auf einem immens großen geistigen Gerüst aufgebaut, vielschichtig, teilweise komplex polyphon, oft orchestral gedacht und gesetzt.“
Sehr virtuos und bisweilen etwas düster klingt die zweite Klaviersonate, während die dritte Sonate sehr vom Neoklassizismus geprägt ist, aber auch impressionistische Farben zeigt. Kontrapunktische Meisterschaft hingegen beweisen die als „Gravures“ bezeichneten „Cinq Preludes et Fugues“ (1923), andere Stücke wiederum sind von böhmischer Volksmusik beeinflusst.
Gottlieb Wallisch spielt diese Werke mit großer Lust am Virtuosen, viel Klangsinn und Freude am Wechsel der Charaktere. Hier ist wirklich ein außergewöhnlich interessantes Œuvre entdeckt worden. Chapeau!


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Auf Anregung seines Lehrers Carl Friedrich Zelter schrieb der blutjunge Felix Mendelssohn Bartholdy im Alter von 12 bis 14 Jahren zwölf Streichersinfonien im Zeitraum von 1821 bis 1823. Diese Werke bildeten sein Übungs- und Experimentierterrain für den musikalischen Satz, die Instrumentation und die sinfonische Form. Mendelssohn überschrieb die Stücke, die er mal mit drei und mal mit vier Sätzen gestaltete, wechselweise mit „Sinfonia“ oder „Sonata“. In ihnen fand die […] mehr


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