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N° 1255
28.05. - 03.06.2022

nächste Aktualisierung
am 04.06.2022



Klartext

Pasticcio

Meldungen und Meinungen der Musikwelt

Cancel Culture I

Das unweit von Köln im Bergischen gelegene Städtchen Lindlar galt selbst auf der regionalen Musiklandkarte nicht unbedingt als Hotspot. Doch mit einem Schlag ist man über die Landesgrenzen hinaus […]
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Steinway – hui!

2013 machte im börsennotierten Musikalienhandel ein Mega-Deal die Runde. Der New Yorker Hedgefonds-Manager John Paulson hatte sich für 512 Millionen Dollar (386 Millionen Euro) die Traditionsmarke […]
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Leserkommentare


Sehr geehrter Herr Fischer, es gibt das schöne Wort "insinuieren". Was wollen Sie mit diesem komisch herumeiernden Kommentar eigentlich insinuieren? Haben Sie Herrn Putin mal die Hand geschüttelt und sie seither vor Ehrfurcht nicht mehr [...]
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Julia Smirnova, Konstantin Manaev

„The Songs of Our Neighbours“ (Werke für Violine und Violoncello)

Ars Produktion/Note 1 ARS38587

In der Tat ein ganz wunderbares Album zweier amitionierter und begnadeter Musiker. Virtuos und einfühlsam gleichermaßen vorgetragene Kompositionen unterschiedlicher Komponisten. Nach einigen Live-Konzerten bin ich sehr dankbar für dieses Album, [...]
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Zwischen dem C-Dur-Präludium und dem in D-Dur gibt es einen signifikanten Unterschied: Das C-Dur-Präludium ist im "Style brisé" - oder auch "Style luthé" genannt - geschrieben: Es verlangt das Liegenlassen aller Töne (also auch derjenigen der [...]
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Irrtum, das große Repertoire (Mahler, Bruckner) hat Paavo Järvi bereits mit dem exzellenten hr-Sinfonieorchester [...]
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Leserbriefe

Michael Bahr, Frankfurt am Main

Schaler Nachgeschmack

Ach, sehr geehrter Herr Königsdorf, gerade las ich Ihren Artikel über das New Yorker Orchester "The Knights" und ... nun ja, ein etwas schaler Nachgeschmack bleibt, der gar nichts mit dem Orchester an sich zu tun hat, sondern mehr mit den Vergleichen, die Sie aus dem journalistischen Hut zaubern um Ihr Objekt der Beschreibung in umso helleren Farben glänzen zu lassen. Um zur Sache zu kommen: Bedarf es wirklich des mittlerweile doch reichlich abgestandenen Bildes des frustierten (aber finanziell ordentlich "gepamperten") deutschen Musikbeamten um die jungen, ach so krativ-ungebundenen amerikanischen Musiker ins Bild zu setzen? Gerade Sie als Musikjournalist müssten doch wissen, dass gerade Deutschland mit seinem hohen Staatsanteil in der Kulturfinanzierung eine weltweit einzigartige Musik- und Orchesterlandschaft zu bieten hat. Wenn ich mir diese deutschen (Beamten-)Orchester anhöre - und das tue ich oft - dann ist da von Frustration wenig zu spüren. Und solange die deutschen "Beamtenorchester" so gute (von wirtschaftlichen Erwägungen oft freie) Konzertprogramme auf so hervorragendem musikalischem Niveau spielen, wie sie es in der Regel tun, gönne ich den Musikern ihren Beamtenstatus von ganzem Herzen.

Wolfgang Finsterer, Hamburg

Geteilte freude

Gerade der erste Satz der Rezension des Hamburger "Rheingolds", es herrsche "eitel Freude bei den Hamburgern, seit Simone Young dort als Opernchefin agiert" trifft überhaupt nicht zu. Bei mir wie auch in meinem Freundes- und Bekanntenkreis herrscht Wut und Enttäuschung über die äußerst konventionelle Spielplangestaltung von Frau Young; davon, dass sie anspruchsvolles und anregendes Musiktheater z. B. von Konwitschny und Karoline Gruber absetzte, um sie zum Teil durch belanglose Inszenierungen abzulösen (Rosenkavalier!) ganz zu schweigen. Man hätte z. B. die Möglichkeit gehabt, im Händel-Gedenkjahr Grubers faszinierende, freilich auch verstörende Inszenierung des "Giulio Cesare" wieder aufzunehmen, stattdessen: ein konzertanter "Messiah" - wie originell! Ebenso Fehlanzeige bei zeitgenössischer Musik: das "modernste" Stück, das im "Großen Haus" zu sehen ist: Brittens "Tod in Venedig". Dass es Nono, Zimmermann, Reimann gibt (die ja auch schon "Klassiker" sind), scheint noch nicht bis in die Chefetage der Staatsoper durchgedrungen zu sein - von Uraufführungen ganz zu schweigen. Die wenigen Lichtblicke im Repertoire ("Pelleas und Melisande", "Dialog der Karmeliterinnen") stammen typischer Weise aus der Ära Metzmacher, dessen Arbeit wie auch die seiner Vorgänger bis hin zu Liebermann durch Frau Young und die Hamburger Kulturpolitik zerstört wurde. Entertainment und der ein Eintrag im "Guiness-Buch der Rekorde" scheint in Hamburg mittlerweile wichtiger als zu zeigen, was Oper auch sein kann: eine der an- und aufregendsten Kunstformen, die es gibt.

Erdmann Karsten,

Pseudopolitisches Denunziantentum

Sehr geehrte Damen und Herren, ich will mich nicht in wortreichen Tiraden ergehen; es sein nur gesagt, daß mir beim Lesen der "Meistersinger"-Rezension (Orfeo) übel geworden ist. Pseudopolitisches Denunziantentum plattester Art muß herhalten, wenn der nicht genehme Künstler (Böhm) anders nicht zu packen ist. Damit steht Ihr Rezensent in einer totalitären Tradition, die er vorgibt, zu bekämpfen. Warum "durfte" Karl Böhm 1986 die "Meistersinger" dirigieren? Vielleicht, weil das Klima noch nicht so denunziatorisch vergiftet war wie wir es gegenwärtig leider erleben.

Uwe Sandvoß, Hanau

Bügelnde Hausfrauen

Die musikalischen Leistungen eines Ensembles wie „I Musici“, jenes Inbegriffs der Vivaldi-Renaissance der 60er und 70er Jahren, als braves Hintergrundgeplänkel für bügelnde Hausfrauen, im weiteren Verlauf auch noch als betulich zu bezeichnen, wie es Christoph Braun (Rondo 3/08, S. 15) tut, ist doch allerhand. Meines Erachtens gibt es bis heute, um ein Beispiel zu nennen, - trotz Nigel Kennedy und Giovanni Antonini - keine bessere, leidenschaftlichere, ja spannendere Einspielung der „Vier Jahreszeiten“ als die von „I Musici“ mit Felix Ajo. Als bügelnder Hausmann würde ich beim Hören dieser Aufnahme sicher vor Begeisterung Knöpfe ausreißen oder Brandlöcher produzieren.

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Zwischen den Welten: Eine Ausnahmeerscheinung in jeder Hinsicht war er, dieser Joseph Bologne, Chévalier de Saint-Georges. Geboren als Sohn eines französischen Adeligen und dessen senegalesischer Haussklavin, musste er bereits als Kleinkind aus Guadeloupe nach Frankreich fliehen. Sein Vater hatte im Duell einen anderen Mann getötet und fürchtete, dass seine Sklavin und sein Sohn als Teil seines Besitzes arretiert und versteigert werden könnten. So erwirkte seine Frau Élisabeth die […] mehr


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