Klartext

Pasticcio

Meldungen und Meinungen der Musikwelt

Jeder klopft anders

Der Volksmund behauptet immer wieder gerne, dass jemand „Rhythmus im Blut“ habe, wenn er etwa lässig bei einem Stück mitklopfen kann. Und bisher behaupteten wissenschaftliche Studien die […]
zum Artikel »

Altmeister mit Erstling

Bis zum Schluss hat man nicht die Hoffnung aufgegeben, dass György Kurtágs enger Musiker- und Komponistenfreund Pierre Boulez doch noch plötzlich mit einer Oper um die Ecke kommt. Es sollte aber […]
zum Artikel »

alle Artikel »



Leserkommentare

Responsive image

Benjamin Appl, Concerto Köln

Bach (Arien und Sinfonias)

Sony 19075851622

Man kann über das Timbre eines Sängers verschiedener Meinung sein. Aber zu schreiben, dass Benjamin Appl mit den endlosen Melismen der Arie aus Bachs Kantate BWV 88 nicht klar kommt, ist einfach falsch. Ich habe mir die Aufnahme mit der Partitur [...]
zum Leserkommentar »

Responsive image

Frank Peter Zimmermann, Serge Zimmermann, Berliner Barock Solisten

Violinkonzerte

hänssler CLASSIC/Profil Medien HC17046

Heutzutage, nach längst erfolgter und praktizierter musikalischer 'Aufgeklärtheit' vielzähliger Solisten, Ensembles und Dirigenten besonders um J.S.Bach, gibt es viele bemerkenswerte, sehr gute hist.informierte Bach-Konzerte Einspielungen von [...]
zum Leserkommentar »

Responsive image

Gerhard Oppitz, Wiener Philharmoniker, Riccardo Muti

Sinfonie Nr. 2 e-Moll; Suite aus „Der Bürger als Edelmann“

DG/Universal 4798180

... auch mich hat noch kein Muti-Bruckner wirklich überzeugt, zuviel rational-effektvolle Theatralik. [...]
zum Leserkommentar »


Danke, dass Rondo dieses Thema aufgreift! Ich finde es höchste Zeit, dass diese schmutzigen alten Männer endlich beim Namen genannt und für ihre Taten zur Verantwortung gezogen werden. Schlimm genug, dass es jetzt erst passieren kann - wie Sie [...]
zum Leserkommentar »

alle Leserkommentare »


Leserbriefe

Michael Bahr, Frankfurt am Main

Schaler Nachgeschmack

Ach, sehr geehrter Herr Königsdorf, gerade las ich Ihren Artikel über das New Yorker Orchester "The Knights" und ... nun ja, ein etwas schaler Nachgeschmack bleibt, der gar nichts mit dem Orchester an sich zu tun hat, sondern mehr mit den Vergleichen, die Sie aus dem journalistischen Hut zaubern um Ihr Objekt der Beschreibung in umso helleren Farben glänzen zu lassen. Um zur Sache zu kommen: Bedarf es wirklich des mittlerweile doch reichlich abgestandenen Bildes des frustierten (aber finanziell ordentlich "gepamperten") deutschen Musikbeamten um die jungen, ach so krativ-ungebundenen amerikanischen Musiker ins Bild zu setzen? Gerade Sie als Musikjournalist müssten doch wissen, dass gerade Deutschland mit seinem hohen Staatsanteil in der Kulturfinanzierung eine weltweit einzigartige Musik- und Orchesterlandschaft zu bieten hat. Wenn ich mir diese deutschen (Beamten-)Orchester anhöre - und das tue ich oft - dann ist da von Frustration wenig zu spüren. Und solange die deutschen "Beamtenorchester" so gute (von wirtschaftlichen Erwägungen oft freie) Konzertprogramme auf so hervorragendem musikalischem Niveau spielen, wie sie es in der Regel tun, gönne ich den Musikern ihren Beamtenstatus von ganzem Herzen.

Wolfgang Finsterer, Hamburg

Geteilte freude

Gerade der erste Satz der Rezension des Hamburger "Rheingolds", es herrsche "eitel Freude bei den Hamburgern, seit Simone Young dort als Opernchefin agiert" trifft überhaupt nicht zu. Bei mir wie auch in meinem Freundes- und Bekanntenkreis herrscht Wut und Enttäuschung über die äußerst konventionelle Spielplangestaltung von Frau Young; davon, dass sie anspruchsvolles und anregendes Musiktheater z. B. von Konwitschny und Karoline Gruber absetzte, um sie zum Teil durch belanglose Inszenierungen abzulösen (Rosenkavalier!) ganz zu schweigen. Man hätte z. B. die Möglichkeit gehabt, im Händel-Gedenkjahr Grubers faszinierende, freilich auch verstörende Inszenierung des "Giulio Cesare" wieder aufzunehmen, stattdessen: ein konzertanter "Messiah" - wie originell! Ebenso Fehlanzeige bei zeitgenössischer Musik: das "modernste" Stück, das im "Großen Haus" zu sehen ist: Brittens "Tod in Venedig". Dass es Nono, Zimmermann, Reimann gibt (die ja auch schon "Klassiker" sind), scheint noch nicht bis in die Chefetage der Staatsoper durchgedrungen zu sein - von Uraufführungen ganz zu schweigen. Die wenigen Lichtblicke im Repertoire ("Pelleas und Melisande", "Dialog der Karmeliterinnen") stammen typischer Weise aus der Ära Metzmacher, dessen Arbeit wie auch die seiner Vorgänger bis hin zu Liebermann durch Frau Young und die Hamburger Kulturpolitik zerstört wurde. Entertainment und der ein Eintrag im "Guiness-Buch der Rekorde" scheint in Hamburg mittlerweile wichtiger als zu zeigen, was Oper auch sein kann: eine der an- und aufregendsten Kunstformen, die es gibt.

Erdmann Karsten,

Pseudopolitisches Denunziantentum

Sehr geehrte Damen und Herren, ich will mich nicht in wortreichen Tiraden ergehen; es sein nur gesagt, daß mir beim Lesen der "Meistersinger"-Rezension (Orfeo) übel geworden ist. Pseudopolitisches Denunziantentum plattester Art muß herhalten, wenn der nicht genehme Künstler (Böhm) anders nicht zu packen ist. Damit steht Ihr Rezensent in einer totalitären Tradition, die er vorgibt, zu bekämpfen. Warum "durfte" Karl Böhm 1986 die "Meistersinger" dirigieren? Vielleicht, weil das Klima noch nicht so denunziatorisch vergiftet war wie wir es gegenwärtig leider erleben.

Uwe Sandvoß, Hanau

Bügelnde Hausfrauen

Die musikalischen Leistungen eines Ensembles wie „I Musici“, jenes Inbegriffs der Vivaldi-Renaissance der 60er und 70er Jahren, als braves Hintergrundgeplänkel für bügelnde Hausfrauen, im weiteren Verlauf auch noch als betulich zu bezeichnen, wie es Christoph Braun (Rondo 3/08, S. 15) tut, ist doch allerhand. Meines Erachtens gibt es bis heute, um ein Beispiel zu nennen, - trotz Nigel Kennedy und Giovanni Antonini - keine bessere, leidenschaftlichere, ja spannendere Einspielung der „Vier Jahreszeiten“ als die von „I Musici“ mit Felix Ajo. Als bügelnder Hausmann würde ich beim Hören dieser Aufnahme sicher vor Begeisterung Knöpfe ausreißen oder Brandlöcher produzieren.

alle Leserbriefe »


Verlosungen

Responsive image

RONDO verlost einen Nostalgie-Plattenspieler von Cyberlux

Zum Filmstart von „Wo bist du, João Gilberto?“ gibt es ein Nostalgie-Paket zu gewinnen: mit Filmplakat und multifunktionalem Plattenspieler.
zur Verlosung »


Responsive image

Zum DVD-Release von „Maria By Callas“ verlost RONDO 2 Opernpakete!

Eintauchen in die Welt der Oper: mit der DVD „Maria By Callas“ und dem Bildband „Die schönsten Opernhäuser der Welt“
zur Verlosung »


Gewinner unserer Verlosungen

Hier finden Sie den Überblick der Gewinner unserer Verlosungen. mehr »




CD zum Sonntag:

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Todestage zu zelebrieren, ist eigentlich makaber. Aber irgendwie auch schön, denn so verliert das Ableben ein wenig von seiner Tragik: Wir fokussieren uns auf das, was der Nachwelt erhalten bleibt – bei Komponisten die Musik, die weiterlebt. Am 13. November 1868 und damit vor 150 Jahren starb Giachino Rossini in Paris, einer der größten Opernkomponisten seiner Zeit. Die Münchner Musikerin Raphaela Gromes legt bei Sony zu diesem Anlass eine „Hommage à Rossini“ vor – auf dem Cello! […] mehr »


Top