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Diverse

The 5 Countertenors

Max Emanuel Cencic, Yuriy Mynenko, Valer Sabadus, Xavier Sabata, Vince Yi, Armonia Atenea, George Petrou

Decca/Universal 478 8094
(64 Min., 7/2013)

Ein richtig buntes Osternest ist es geworden, das Max Emanuel Cencic da mit Unterstützung von vier Stimmfachkollegen für seine eigene Produktionsfirma Parnassus zusammengestellt hat. Das einzige verbindende Element ist die Tatsache, dass es sich um italienische Arien aus dem 18. Jahrhundert handelt. Ansonsten gibt es Leckereien für jeden Geschmack, auch ein paar Überraschungseier finden sich darunter. Man kann sich gar nicht recht entscheiden, welches man zuerst vernaschen möchte. Was keine Rolle spielt, denn köstlich sind sie alle. Und übrigbleiben wird sicher kein einziges, ein gewisser Suchtfaktor setzt nämlich ziemlich schnell ein. Dank edelster Zutaten verdirbt man sich aber trotzdem nicht den Magen. Max Emanuel Cencic, Yuriy Mynenko, Valer Sabadus, Xavier Sabata und Vince Yi (in strikt alphabetischer, keineswegs wertender Reihenfolge!) bringen gänzlich verschiedene Temperamente, Farben und Charaktere mit. Einen von ihnen hervorzuheben ist ein Ding der Unmöglichkeit – und wäre zudem hochgradig ungerecht.
Was die Auswahl anbelangt, durfte lediglich Patissier Händel zwei Kreationen beisteuern, die übrigen acht Gaumenschmeichler stammen aus unterschiedlichen Meisterhänden, die geschmackliche Vielfalt ist also auch dadurch gewährleistet. Böse Zungen könnten behaupten, "The 5 Countertenors" sei einfach nur eine Aneinanderreihung von Arien ohne Programm oder Konzept. Was nicht ganz von der Hand zu weisen ist, bei dieser Qualität aber völlig irrelevant ist. Denn diese CD macht unheimlich Laune – und eine Nachfolgerin dürfte sich so viel leichter realisieren lassen. Und auf die hoffen wir alle. Womöglich nächstes Jahr zu Ostern?

Michael Blümke, 28.03.2015



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