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Gabriel Fauré, Franz Liszt, Jules Massenet, Giacomo Puccini, Paolo Tosti u.a.

The Vienna Comeback

José Carreras, Vincenzo Scalera

Arthaus/Naxos 101 401
(120 Min., 9/1988)

José Carreras’ Karriere gehört zu den ungewöhnlichsten und spektakulärsten der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts - nicht zuletzt durch seinen Kampf gegen Leukämie, seinen Sieg über die Krankheit, mit der er Schlagzeilen jenseits der Feuilletons machte, seine Rückkehr auf die Bühne, seine Auftritte als unverzichtbarer Teil der "Drei Tenöre". 1972, da war er gerade 26 Jahre alt, sorgte der Katalane als Pinkterton in "Madama Butterfly" an New Yorks City Opera fur Furore. Zu diesem Zeitpunkt hatte er schon längst die Aufmerksamkeit von Montserrat Caballé erregt, die zusammen mit Herbert von Karajan zu einem der entscheidenden Forderer des Tenors wurde. Überall auf der Welt trat er gemeinsam mit Caballé auf. In Wien, New York, Mailand, London, Barcelona und Salzburg wurde er schnell zum Publikumsliebling, in Belcanto-Partien ebenso wie mit Verdi und Puccini.
1987 wurde Leukämie diagnostiziert. Mit geringen Überlebenschancen. Das jetzt auf DVD vorliegende Konzert aus der Wiener Staatsoper entstand ein Jahr später. Carreras hatte es geschafft. Und wurde darum umso stärker von seinen Fans geliebt. Auch wenn die Stimme ihren Glanz und ihre jugendliche Frische verloren hatte. Das Konzert war ein Heimspiel, der Erfolg vorprogrammiert. Das Repertoire mit Liedern von Tosti, Liszt, Puccini hat er seither immer wieder gesungen. Nicht immer so bewegend wie hier. Kein Wunder: Man spürt in jedem Ton Carreras namenlose Freude, die aufs Publikum überspringt. Ein schönes, starkes Dokument dieser Karriere.

Jochen Breiholz, 18.08.2006



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