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Antonín Dvořák, Max Bruch, Camille Saint-Saëns

Gregor Piatigorsky - Cellokonzerte

Gregor Piatigorsky, Philadelphia Orchestra, Chicago Symphony Orchestra, Eugene Ormandy, Frederick Stock

Masterworks Heritage/Sony MHK 62876
(62 Min., 1940, 1946, 1947) 1 CD, mono

Gregor Piatigorsky ist eine Legende. Er war, nach dem Tod Emanuel Feuermanns, der bevorzugte Kammermusik-Partner von Jascha Heifetz, und seine Erinnerungen “Cellist” quellen über von witzigen bis weisen Anekdoten. Man kann da herauslesen, warum jeder ihn mochte, und er war - zumindest in den USA - einer der ganz hoch geschätzten Instrumentalisten.
Dabei spielt Piatigorsky, hört man diese Aufnahmen wieder, gar nicht so toll Cello. Das hat keineswegs nur damit zu tun, dass sich die Hörerwartung seit damals gewandelt hat! (Heifetz gilt zu Recht immer noch als ein genialer Geiger.) Nein, es liegt an einem gewissen Grobraster des Ausdrucks, an der mitunter erratischen Linienführung und wenig sinnlichen Tongebung, auch an der nicht immer souveränen Technik, obwohl Piatigorsky zur Zeit dieser Mono-Aufnahmen Ende dreißig und Mitte vierzig war. Sein rauh-heiseres Spiel ist mir zwar lieber als das Rostropowitsch-Geknödel, es wirkt “ehrlicher”, weniger dampfig, aber es hält dem Test der Zeit doch nicht stand - leider.

Thomas Rübenacker, 31.05.1997



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