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„Um böse Eindringlinge fernzuhalten“, schreibt der italienische Pianist Giovanni Allevi, habe er vor den Garten seiner Seele ein Schild mit der Aufschrift „No concept“ gehängt. Und ein klingender Spiegel dieses Gartens ist sein neues Album, das eben diesen Titel trägt. Den Hörer erwarten 13 poetische Klaviersoli der Marke „Easy Listening“ – flüssig dahinimprovisiert, ein bisschen jazzig und ein bisschen romantisch.
Sony
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Das Klassische lag Pink-Floyd- Gründungsmitglied Roger Waters ja schon immer in den Fingern – man denke nur an Megaprojekte wie „Dark Side of the Moon“ oder „The Wall“, in denen sich bereits in den 70er Jahren Rock und Klassik vereinten. Die 200-Jahr-Feier der Französischen Revolution im Jahre 1989 hat Waters zu einer großen Oper inspiriert – benannt nach dem bekannten Revolutionslied „Ça Ira“, das die Kämpfer gegen adlige Privilegien anno 1789 auf den Lippen führten.
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Der erste Satz ist für den Kopf, der zweite – langsame – für das Herz, der dritte – meist tänzerische – für die Beine. So hat unser Musiklehrer einst die drei Konzertsätze erklärt. Der Geiger Nigel Kennedy lenkt das Ohr seiner Hörer nun auf die seelische Seite seiner Konzertaufnahmen: Ihrer Ecksätze beraubt, erklingen auf der neuen CD „Inner Thoughts“ nur die langsamen Mittelteile: Adagios, Larghettos und Andantes von Bruch, Brahms, Mendelssohn, Elgar, Bach und Vivaldi.
EMI
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Das Projekt „Mozart in Ägypten“ vom Erfolgsproduzenten Hughes de Courson vereint scheinbar Unvereinbares: Mozart und orientalische Musik. Zum Megaseller avanciert, hätte man schon seit Jahren eine zweite Folge dieser Produktion erwarten können, die immerhin schon acht Jahre alt ist. Jetzt, unmittelbar vor dem Mozart-Jahr 2006, kommt sie – und keineswegs als neuer Aufguss, sondern als Steigerung: In der Neuauflage musizieren 200 Musikerinnen und Musiker; die Mozart-Anteile (unter anderem Melodien aus der Oper „Così fan tutte“, der Sinfonie Nr. 40 und der „Kleinen Nachtmusik“) interpretiert ein 150-Mann-Orchester, und das Ganze ist Teil einer Bühnenshow, die im November 2005 ihre Uraufführung erleben wird.
Orchesteraufnahmen werden zu Mosaiksteinchen zerlegt und zu einem neuen Klangwerk verarbeitet bzw. neudeutsch „recomposed“. Was in der Popmusik seit 20 Jahren unter dem Stichwort „Remix“ gang und gäbe ist, führt der Hip-Hop-Musiker Matthias Arfmann nun auch in der Klassik ein. Als Material hat er sich gleich das Allertraditionellste vorgenommen: eine Reihe von Orchesteraufnahmen mit Herbert von Karajan und den Berliner Philharmonikern. In limitierter Auflage gibt es „ReComposed“ als Doppel-CD: Auf der einen Scheibe kann man Arfmanns Arbeit hören, auf der anderen Karajans Original.
DG/Universal
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Das kultigste Klassik-Event kommt zweifellos aus England: „The Last Night of the Proms“ aus der Londoner Royal Albert Hall. Normalsterbliche müssen sich Kartenwünsche angesichts der gewaltigen Nachfrage versagen, aber immerhin gibt es ja die Live-CD, die die ausgelassene Atmosphäre gut einfängt – von den mitsingenden Publikumschören bis zur humorvollen Rede des Dirigenten. Neben den wiederkehrenden Klassikern wie Elgars „Pomp and Circumstances“, der „Fantasia On British Sea-Songs“ und „Jerusalem“ von Parry sind u.a. Werke von Dvořák, Richard Strauss und Maxwell Davies zu hören. Leider gibt es auch in diesem Jahr keine Interpretation von „Rule, Britannia“.
Oliver Buslau, 28.02.2015, RONDO Ausgabe 4 / 2005
Der Junge von der Wolga
Das russische Klavier-Wundertier macht sich rar und bleibt bei seiner Vorliebe für virtuoses […]
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Es sind solche berührenden Momente, in denen sich einmal wieder die Kraft der Musik zeigt: Wenn […]
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Im Gleichgewicht
Seit 1991 bestimmte er die künstlerische Linie mit, seit 2011 nun leitet er das Label: Wir […]
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Der spätbarocke Dichter Barthold Heinrich Brockes (1680–1747) begründete seinen Ruhm durch die 1712 entstandene Passionsdichtung „Der für die Sünde der Welt gemarterte und sterbende Jesus“. Mit dieser hochemotionalen Schrift war er so erfolgreich, dass gleich 13 zeitgenössische Komponisten diese vertonten, darunter Händel, Keiser, Mattheson und Stölzel. Auch Georg Philipp Telemann lernte den Text 1716 kennen und schrieb in seiner Autobiographie, dass „dessen Poesie von allen […] mehr