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African Symphony

Abdullah Ibrahim

Enja Nova/Edel Contraire ENJ-9410 2
(53 Min., 1/1998, 2/2001) 1 CD

Nach dem Gelingen der streicherbegleiteten "African Suite" (siehe Rezension) im Herbst 1997 vertrat deren Arrangeur Daniel Schnyder die meines Erachtens irrige Auffassung, das in den Kompositionen Ibrahims schlummernde Potential noch nicht voll ausgeschöpft zu haben; ihm schwebte ein richtiges Sinfonieorchester vor. Noch im gleichen Winter ergab sich eine Zusammenarbeit mit dem Münchner Rundfunkorchester, die nun auf CD vorliegt.
Mit dem kurzen Rausschmeißer "African Marketplace" ist nur ein einziger Repertoire-Neuzugang zu vermelden; das heißt, die Arrangements der vorigen Veröffentlichung wurden nur für die größere Besetzung ausgepolstert, ohne dass sich ein Zugewinn an musikalischer Substanz ergeben hätte. Ibrahims Trio ist auch hier wieder mit von der Partie, nur wirkt dessen Rolle aufgrund der Übermacht des sinfonischen Apparats bescheidener als zuvor.
Wer also "African Suite" schon sein eigen nennt, kann an dieser CD getrost vorbeigehen; wer nicht, vergleiche selber. Einigermaßen überflüssig, da stilistisch unpassend, kommt mir "Ritus" vor, das reichlich düstere erste Stück auf der CD: Diese Hommage-Komposition an Abdullah Ibrahim hatte Schnyder ursprünglich als Ouvertüre zur "African Suite" entworfen; für die Eingliederung der Aufnahme in die Crossover-Reihe "Enja nova" kam die Einspielung mit dem Absolute Ensemble gerade gelegen.

Mátyás Kiss, 13.09.2001



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