Responsive image

Partners In Crime

Chris Hopkins, Bernd Lhotzky

Echoes/Media Arte EOSP 4510 2
(57 Min., 6/2012)

Es ist wie meist bei den Pianisten Chris Hopkins und Bernd Lhotzky: rundum gut. Die beiden lieben den traditionellen Jazz, und sie spielen ihn ohne Wenn und Aber auf hohem Niveau. So eröffnen sie ihre an zwei Flügeln aufgenommene Duo-CD mit einer sensibel arrangierten Version von „Tonk“, einer Co-Komposition von Duke Ellington und Billy Strayhorn, die beide 1946 aufgenommen hatten. Sie kombinieren Dave Brubecks „Take Five“ mit Ludwig van Beethovens „Für Elise“, sie lassen Irving Berlins „Russian Lullaby“ swingen und George Gershwins „I Got Plenty O‘ Nuttin‘“ ebenso. Ein perfekt eingespieltes Duo sind die beiden, uns Spaß haben sie an ihrem Zusammenwirken außerdem. Stilistisch greifen sie auf das Stride-Piano der 1930er zurück, doch sie historisieren nicht. So findet sich durchaus auch vieles, das erst in der Post-Bebop-Ära Gemeingut des Jazz geworden war, in ihren groovenden Bearbeitungen. Die fünfzehn Titel sind so niveauvoll und schlüssig gespielt, dass es in der aktuellen Szene keine vergleichbaren Aufnahmen gibt.

Werner Stiefele, 12.01.2013



Diese CD können Sie kaufen bei:


Kommentare

Kommentar posten

Für diese Rezension gibt es noch keine Kommentare.




CD zum Sonntag:

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Das ging fix! In Schumanns „Haushaltsbuch“ kann man nachlesen, wenn auch gewohnt kryptisch, wie rasch er mit der Arbeit an seinem Klaviertrio op. 110 vorankam: „1. Okt. 1851 Kompositionsgedanken, 2. Okt. Triogedanken, 3. Okt. 1. Satz fertig, 4. Okt. 2. Satz, 5. Okt. 3. Satz, Freude, 27. Okt. Probe zum Trio zum ersten Mal, Freude.“ Dabei war Schumann sonst nicht unbedingt ein Schnellschreiber wie etwa Mozart. Doch die vier Sätze wirken wie aus einem Guss, wie in einem Schaffensrausch zu […] mehr »


Top