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N° 1259
25.06. - 01.07.2022

nächste Aktualisierung
am 02.07.2022



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Jan Pieterszoon Sweelinck

Psaumes français, Canciones sacrae

Cappella Amsterdam, Daniel Reuss

harmonia mundi HMC 902033
(61 Min., 10/2008) 1 CD

Sweelincks polyfone Bearbeitungen von Liedern des Genfer Psalters zum Calvinjahr 2009 (sein 500. Geburtstag war zu feiern) – eine ausgesprochen passende Programmgestaltung, zumal diese aberwitzig kunstvollen, spät-vokalpolyfonen Kleinode immer noch viel zu unbekannt sind. Schön ist außerdem, dass auch die katholische Seite Sweelincks nicht zu kurz kommt: Seine Vertonungen des Te Deum oder des Magnificat erinnern daran, dass Sweelinck sich auch nach seiner Konversion zum reformierten Glauben noch seinen katholischen Wurzeln verbunden fühlte.
Somit darf die Repertoire-Auswahl für diese CD rundweg als erstklassig gelobt werden. Kleine Einschränkungen gibt es allerdings bei der Ausführung: In puncto Intonation und Klarheit des Ensembleklangs verrutscht nämlich gelegentlich das Bild. Ein Blick auf die Besetzungsliste der Cappella Amsterdam zeigt, dass hier eine Menge Alte-Musik-erfahrene Profis am Werk sind. Dennoch gelingt es nicht durchgehend, das allerhöchste Niveau zu halten. Jene strahlende Brillanz, die etwa den Sound der Tallis Scholars zu ihrer besten Zeit auszeichnete, erfordert wohl unter anderem noch mehr technisches Finish bei jedem einzelnen Sänger. Hier indes entgleitet zum Beispiel dem einen oder anderen Sopran in der Höhe der Stimmsitz Richtung Gaumen, und allein die daraus resultierenden Divergenzen in Klangfarbe und Tonhöhe führen immer wieder einmal zu Mattigkeit und leichtem Flirren. Besser als den Damen gelingt es vor allem den tieferen Männerstimmen, sich auf ein gemeinsames kernig-fokussiertes Timbre zu einigen. Daher stimmt die Basis des Klangs oft besser, Akkorde mit tiefgelegenen Quinten rasten immer wieder mit großer Reinheit ein. Das sind die schönsten Momente dieser CD – aber die Schwächen an der Spitze des Klangkörpers sind leider nicht wegzudiskutieren.

Michael Wersin, 05.12.2009



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Eva Jagun stammt aus einer Kölner Musikerfamilie und lernte zunächst Geige, Flöte, Gitarre und Klavier. Ihre ersten Erfahrungen sammelte sie in diversen Chören und Bands, später studierte sie in Hamburg Musik, seit einigen Jahren lebt sie in Berlin.
Dort arbeitet sie als Sängerin wie auch als Geigerin im Studio und auf der Bühne mit einer Vielzahl von Künstlern zusammen, unter anderen mit Nina Hagen oder Dieter Hallervorden. Wichtige Impulse erhielt sie vom kanadischen Jazzbassisten […] mehr


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