home

N° 1272
24. - 30.09.2022

nächste Aktualisierung
am 01.10.2022



Responsive image
Johannes Brahms, Camille Saint-Saëns

Sonate für zwei Klaviere, Walzer, Ungarische Tänze, Variationen über ein Thema von Beethoven

Güher Pekinel, Süher Pekinel

Warner Classics 2564 61959-2
(66 Min., 5/2003) 1 CD

Man kann wahre Leidenschaft entwickeln für den Zauber, den zwei Konzertflügel zu erzeugen vermögen: Verdoppelt die Wucht des Bassregisters, verdoppelt das Funkeln der hohen Lage, verdoppelt, ja potenziert auch die Brillanz des Spiels - vor allem dann, wenn es sich um ein so furioses Duo handelt wie die Pekinel-Zwillinge, geboren 1953 in Istanbul: Ihre Stärke ist die perfekte Kongruenz ihrer Interpretation, ihre absolute Homogenität auf allen Ebenen. Dass bei einem so kniffligen Stück wie Saint-Saëns’ Beethoven-Variationen (Thema ist das Trio der Es-Dur-Klaviersonate op. 31,3) hier und da im Passagenwerk technische Grenzen hörbar zu werden scheinen, nimmt man vor dem Hintergrund der Gesamtqualität in Kauf; ungetrübt ist die Darbietung der Brahms-Walzer op. 39, zweier der Ungarischen Tänze und vor allem der Sonate für zwei Klavier op. 34b mit ihrem monumentalen Kopfsatz, der ein Höchstmaß an Gestaltungskraft fordert. Deutlich mehr noch als bei virtuosen Kabinettkunststückchen sind die Pekinels hier in ihrem Element: Mit der vollen Farbenpalette ihres beachtlichen Könnens machen sie in Brahms’ wehmütigen Aufwallungen jene schon vom Herbst gestreifte Lebensfülle hörbar, die aus diesem relativ frühen Werk (entstanden 1864) bereits machtvoll spricht. Ein Hochgenuss.

Michael Wersin, 05.11.2005



Diese CD können Sie kaufen bei:

Als JPC- und Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen


Kommentare

Kommentar posten

Für diese Rezension gibt es noch keine Kommentare.


CD zum Sonntag

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Externer Inhalt - Spotify

An dieser Stelle finden Sie Inhalte eines Drittanbieters, die Sie mit einem Klick anzeigen lassen können.

Mit dem Laden des Audioplayers können personenbezogene Daten an den Dienst Spotify übermittelt werden. Mehr Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Eigentlich plante Gustav Holst eine Pianistenkarriere, eine Nervenentzündung im rechten Arm zwang ihn jedoch dazu, sich umzuorientieren. So wandte er sich der Komposition zu und begann ein Kontrapunktstudium in Oxford. Sein Kollege Ralph Vaughan Williams hatte bereits zwei Jahre in London studiert und war anschließend nach Cambridge gegangen. 1895 trafen sich schließlich beide am Londoner Royal College of Music, daraus entstand eine der dauerhaftesten Freundschaften in der britischen […] mehr


Abo

Top