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Sweet Paradox

Christoph Stiefel

Jazzline/EFA JL 1148
(66 Min., 7/1997) 1 CD

Auch für sein zweites, hervorragend produziertes und aufgenommenes Album durfte der Schweizer Christoph Stiefel auf die Dienste Peter Erskines zurückgreifen. Erskine ist ein so glänzender, subtil schattierender Perkussionist, dass er seinen beiden Kollegen glatt die Schau stiehlt. Dabei gibt es am Bassisten Michel Benita ebensowenig auszusetzen wie am sanften Anschlag und der sanglichen Phrasierung des Pianisten. Wenn es eine offizielle Keith-Jarrett-Schule gäbe, Stiefel beherrschte ihren Lehrplan vor- und rückwärts. Eigene Wege beschreitet der schelmisch dreinblickende Musiker mit der zunächst jazzfern anmutenden "Pavane", einem höfischen Schreittanz des Barocks. Doch auch Stiefels eigene Themen geben ausgezeichnete Vehikel zur rhapsodisch freien Fortspinnung ab. Den Namen dieses jungen Mannes werde ich mir gerne merken.

Mátyás Kiss, 31.12.1997



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