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Stefan Wolpe

Sinfonie Nr. 1, Yigdal-Kantate, Kammerstücke

NDR Sinfonieorchester, Chor des NDR, Horst Neumann, Johannes Kalitzke

Arte Nova/BMG 74321 46508
(58 Min.) 1 CD

Es muss wohl ein Label wie Arte Nova daherkommen, damit (rechtzeitig zum 25. Todestag) endlich ein Orchesterwerk Stefan Wolpes auf CD erscheint. Die Hülle ziert nicht zufällig ein Gemälde von Franz Kline: Der 1902 in Berlin geborene Wolpe fühlte sich im amerikanischen Exil besonders den abstrakten Expressionisten verbunden.
Was in der Malerei im Wortsinn anschaulich wirkt, muss in der Musik aber noch längst nicht funktionieren: Die dreisätzige Sinfonie von 1956 kommt in zwanzig Minuten nie auf den Punkt, ist jedoch um so geschwätziger. Die beiden späten Kammerstücke dagegen profitieren von Wolpes Studium bei Anton Webern. Die Yigdal-Kantate für orgelbegleiteten Chor aus dem letzten Kriegsjahr schließlich schlägt einen versöhnlichen Tonfall an, der gelegentlich an die Vokalmusiken Schönbergs oder Strawinskys erinnert. An Interpreten, Technik und Ausstattung gibt es kaum zu mäkeln. Wer Wolpe kennenlernen möchte, sei auch auf seine Kammermusik (bei Koch und col legno) verwiesen.

Mátyás Kiss, 30.04.1997



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