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Times Change

Wayne Escoffery

Nagel-Heyer 2015
(61 Min., 1/2001) 1 CD

Auch am Beginn des 21. Jahrhunderts, also fast fünfzig Jahre nach "Erfindung" dieses Stils, entstehen noch reizvolle Hardbop-Platten, die bei allem Traditionsbezug nicht museal wirken. Für diese These steht zum Beispiel das Debüt eines Saxofonisten ein, dessen Namen man sich erst einprägen muss: Wayne Escoffery hat bisher für den Pianisten Eric Reed Sopran und Tenor geblasen - auch er nicht gerade ein Experimentator.
Ich weiß nicht, wie Escofferys Vorname zu Stande kam, aber ich musste schon von der kompromisslosen Hingabe her, mit der Escoffery sein Instrument bläst, unwillkürlich an Wayne Shorter, aber auch an Joe Henderson und insbesondere deren spätere Blue-Note-Aufnahmen denken. Ein wichtiger Einfluss ging wohl auch von seinen Lehrern George Coleman und Jimmy Heath aus.
Jedenfalls gibt der junge Absolvent des angesehenen Thelonious Monk Institute an der Seite von Aaron Goldberg (p), Joel Forbes (b) und dem vergleichsweise bekannten Carl Allen am Schlagzeug eine erstaunlich reife Figur ab. Die mit einem erfreulichen, der Musik vollständig adäquaten Klangbild aufwartende CD anzuhören, macht fast so viel Freude, als stammte sie von lauter erprobten Meistern ihres Fachs. Nun, vielleicht tut sie das ja auch.

Mátyás Kiss, 08.11.2001



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