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Dance Lesson #2

Karl Denson

Blue Note/EMI 5 31586 2
(61 Min.) 1 CD

Wer an seine erste Tanzstunde unangenehme Erinnerungen hegt, möge sich mit dieser Musik zu einer imaginären "zweiten Tanzstunde" trösten: Dort ist bestimmt keine so fetzig-funkige Musik erklungen wie auf dem Blue-Note-Debüt des Tenoristen und Flötisten Karl Denson, der schon in den Neunzigern beim deutschen Label Minor Music mit kulinarischen Titeln wie "Chunky Pecan Pie" aufhorchen ließ.
Die Scratch-Einlagen von DJ Logic bleiben als manchmal nervtötendes Zugeständnis an den Zeitgeist Geschmackssache. Am übrigen Personal gibt es nichts zu mäkeln: Chris Wood von der Gruppe Medeski, Martin, Wood steuert die ostinaten Basslinien bei. Auch die wie anno 1970 traktierten E-Gitarren von Densons neuem Labelgenossen Charlie Hunter und dem zitierfreudigen Melvin Sparks (vormals bei Reuben Wilson, Charles Earland und Lonnie Smith) sind auf jeden Fall ein Gewinn. Gleiches gilt für die stilecht fauchende Hammondorgel des mir bislang unbekannten Leon Spencer (wie Sparks spielte er einst bei Lou Donaldson).
Obwohl Denson & Co. richtig jazzige Soli abliefern, taugt diese süffige Musik bei Bedarf auch zum Tanzbodenfüller. Die auf diesem Wege in Schwung gekommene Party kann dann mit Orgeltrioplatten der späten Sechziger nahtlos fortgesetzt werden. Beim CD-Kauf achte man auf die "Legends of Acid Jazz" von Prestige/ZYX und die "Rare Groove Series" von Blue Note.

Mátyás Kiss, 07.06.2001



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