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N° 1260
02. - 08.07.2022

nächste Aktualisierung
am 09.07.2022



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Joseph Haydn

„Au goût Parisien“ (Die Sinfonien, Vol. 11: Nr. 82, 87, 24 & 2)

Kammerorchester Basel, Giovanni Antonini

Alpha/Note 1 ALP688
(80 Min., 5/2019, 8/2020)

Auf der bislang erfolgreichen, weil stets Staunen auslösenden Mammutreise durch das sinfonische Schaffen Joseph Haydns, macht nun das Kammerorchester Basel unter Giovanni Antonini Halt in Paris. In der Seine-Metropole war Haydn zwar nie. Dennoch schwappte sein Ruhm schon früh bis in die französische Hauptstadt. Nicht nur tauchten seine Sinfonien in den 1770er Jahren auf den Spielplänen auf – wobei die 1764 komponierte Sinfonie Nr. 24 wohl die erste war, die das Pariser Publikum goutieren durfte. Zudem veröffentlichte im besagten Jahr 1764 ein gewisser Jean-Baptiste Venier in Paris überhaupt die erste Sinfonie Haydns. Es war jene Nr. 2, die sich wie die Nr. 24 nun ebenfalls per musikhistorischer Hintertür einen Platz auf der neuesten Einspielung erobert hat. Im Zentrum stehen aber selbstverständlich zwei der insgesamt sechs „Pariser Sinfonien“, die Haydn 1785/86 geschrieben hat. Es sind die Sinfonie Nr. 82, besser bekannt als „L´Ours“ (Der Bär) sowie die Nr. 87. Und wie auf den bisherigen zehn Stationen auf dem Weg zur Gesamteinspielung gibt es bei Orchester und Dirigent keine Sekunde, keinen Takt, keine Phrase, aus der einem nicht der unerschöpfliche Geist Haydns entgegenspringt – sein Esprit und sein Witz, sein Gespür für Eleganz, lyrischen Zauber und auch für jene modische Unbeschwertheit und Leichtigkeit, die Haydn mit seinem ganz eigenen Ton und Raffinement veredelte.

Guido Fischer, 19.03.2022



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