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N° 1259
25.06. - 01.07.2022

nächste Aktualisierung
am 02.07.2022



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Richard Strauss, Othmar Schoeck, Gustav Mahler

„Der Mond ist aufgegangen“ (Lieder)

Britta Glaser, Matthias Veit

TYXart/Note 1 TXA17089
(63 Min., 9 & 12/2016)

Ein gut zusammengestelltes Liederprogramm, fürwahr: Bekanntes von Richard Strauss und Gustav Mahler als „Appetithappen“ (Straussens „Ständchen“ als Eröffnungstrack ist wirklich ein Knüller!), im Zentrum dann aber ein kaum bekannter Liederzyklus eines leider fast vergessenen Komponisten: Othmar Schoecks „Wandsbecker Liederbuch“ nach Gedichten von Matthias Claudius, dem Schriftleiter des „Wandsbecker Boten“ (darin enthalten eine kompositorisch sehr sensibel ausgestaltete Version von „Der Mond ist aufgegangen“) ist wirklich ein Kleinod, das man als Lied-Interessierter kennenlernen sollte. Das Vertraute rahmt in diesem Programm effektvoll das Entdeckenswerte – soweit, so gut.
Britta Glaser, von Matthias Veit höchst professionell und einfühlsam begleitet, gestaltet dieses Repertoire mit einer prinzipiell wohltimbrierten Sopranstimme, die einen silbrigen, hellen Kern als angenehmes Hauptmerkmal hat. Wie im Beiheft zu lesen, sang Glaser zunächst im Mezzo-Bereich und erweitert ihre Stimme von dort aus derzeit ins Sopran-Fach. Obwohl die stimmliche Grundausstattung also erfreulich ist, bleiben jedoch auf der Gestaltungsebene einige Wünsche offen: Vor allem in sensibleren Passagen, etwa in Schoecks „Der Mond ist aufgegangen“, kommt ein ganz direktes, selbstverständliches Miteinander zwischen Melos und Sprache nicht zustande – einerseits, weil nicht alle Laute mit derselben artikulatorischen Sorgfalt gebildet werden, andererseits aber auch, weil die Stimme im unteren dynamischen Bereich nicht in allen Lagen mit voller Zuverlässigkeit anspricht. Dadurch treten immer wieder leichte Intonationstrübungen auf, und auch das Zusammenspiel von Linienführung und Deklamation funktioniert nicht so reibungsfrei, dass sich beim Hörer ein wirkliches Wohlgefühl einstellen würde.

Michael Wersin, 08.07.2017



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Eva Jagun stammt aus einer Kölner Musikerfamilie und lernte zunächst Geige, Flöte, Gitarre und Klavier. Ihre ersten Erfahrungen sammelte sie in diversen Chören und Bands, später studierte sie in Hamburg Musik, seit einigen Jahren lebt sie in Berlin.
Dort arbeitet sie als Sängerin wie auch als Geigerin im Studio und auf der Bühne mit einer Vielzahl von Künstlern zusammen, unter anderen mit Nina Hagen oder Dieter Hallervorden. Wichtige Impulse erhielt sie vom kanadischen Jazzbassisten […] mehr


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