home

N° 1237
22. - 28.01.2022

nächste Aktualisierung
am 29.01.2022



Startseite · Klartext · Pasticcio

Pasticcio

Meldungen und Meinungen aus der Musikwelt

Xylaria longpipes vs. Stradivari

Wie viele Instrumentenbauer haben vergeblich gefeilt, geschnitzt und geleimt, um an die Wundergeigen Antonio Stradivaris heranzukommen. Keiner hat’s geschafft. Bis jetzt. Denn dank Wissenschaftlern der Eidgenössischen Materialprüfungsund Forschungsanstalt in St. Gallen hat ein kleiner Pilz bei einer modernen Geige nicht nur für den legendären Stradivari- Sound gesorgt. Bei einem Hörvergleichstest mit einer echten Stradivari schnitt diese Biotech-Geige bei einer Fachjury sogar noch besser ab! Auf den lateinischen Namen »Xylaria longipes« hört dieser Mikroorganismus mit großer Wirkung. Mit ihm wurde das Holz behandelt, um es in jenen Zustand zu bringen, den die Fichten zu Stradivaris Zeit hatten – als nämlich eine kleine Eiszeit die Holzdichte verringerte und somit den idealen Baustoff für des Maestros Geigen lieferte.

Guido Fischer, RONDO Ausgabe 5 / 2009



Kommentare

Kommentar posten

Für diesen Artikel gibt es noch keine Kommentare.


Das könnte Sie auch interessieren

Gefragt

Daniel Röhn

Goldenes Händchen

Dieser Violinist kommt aus der berühmten Chumachenco-Klasse. Er lässt sich Zeit – und liebt den […]
zum Artikel

Gefragt

Mariam Batsashvili

Zwei Temperamente

Auf ihrem neusten Album beleuchtet die Pianistin das Spannungsverhältnis zwischen Liszt und Chopin […]
zum Artikel


Abo

Top