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Barbara Hannigan kann nicht anders – sie muss bis ans Limit gehen. Und manchmal sogar ein wenig darüber hinaus. 2011 etwa schwebte die Sopranistin bei der Weltpremiere von Toshio Hosokawas Oper „Matsukaze“ tatsächlich kopfüber in den Bühnenraum und sang bei dieser akrobatischen Einlage dennoch schlichtweg grandios. Auch solche Herausforderungen liebt die Kanadierin. Schließlich sieht sie sich als ein „Creative Animal“, das mit ganzem Körpereinsatz jede künstlerische Herausforderung meistern will. Auch für Jan Vogler, seines Zeichens Top-Cellist und Intendant der Dresdner Musikfestspiele, gehört die Neue-Musik-Verführerin Hannigan zu „den innovativsten Künstlerinnen der heutigen Musikwelt“. Dementsprechend wird sie regelmäßig mit Preisen und Auszeichnungen gewürdigt. Wie nun am 28. Mai, wenn Hannigan im Dresdner Kulturpalast den mit 25.000 Euro dotierten Preis der Dresdner Musikfestspiele überreicht bekommt.

Reinhard Lemelle, RONDO Ausgabe 2 / 2020



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