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Wolfgang Amadeus Mozart

Klavierkonzerte KV 271, 413 & 414

Arthur Schoonderwoerd, Cristofori

Accent/Note 1 ACC24323
(69 Min., 5/2016)

Immer wieder überrascht Arthur Schoonderwoerd mit neuen „Einblicken“ ins eigentlich vertraute klassische Klavierkonzert-Repertoire: Durfte man mit ihm und dem Ensemble Cristofori etwa schon Beethovens G-Dur-Konzert so grundlegend neu hören, dass man teilweise glaubte, das Stück überhaupt zum ersten Mal zu erleben, sind es nun drei bekannte Mozart-Konzerte, die in Schoonderwoerds Darbietung einige neue Erfahrungen ermöglichen. Einerseits sind es immer seine sorgsam ausgewählten Klavierinstrumente, die überzeugen: Hier ist es ein nachgebautes Fortepiano auf Basis eines Vorbildes von Anton Walter (1782), das fundamental anders klingt als etwa jenes historische Instrument, das einst Malcolm Bilson bei seiner Aufnahme mit Gardiner verwendete, aber auch gegenüber den Einspielungen von Staier oder Brautigam noch einmal neue klangliche Nuancen bringt. Sodann überrascht stets auch Schoonderwoerds Umgang mit Phrasierung, Artikulation und Verzierungen — hier gibt es gleich am Anfang des Konzerts KV 271„Jenamy“ eine entsprechende Surprise. Schließlich begeistert in Schoonderwoerds Einspielungen auch immer das besonders befriedigende Miteinander von Soloinstrument und Orchester — die Überraschung im vorliegenden Fall ist die komplett solistische Besetzung des Orchesters — sowie die klangliche Homogenität und interpretatorische Differenziertheit des Orchesters als solchem. Es ist einfach ein hellwaches, enges, ja fast intimes Miteinander, das uns die vertrauten Konzerte wieder einmal ganz neu entdecken lässt. Wir sind begeistert.

Michael Wersin, 15.04.2017



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