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Eine Dame namens Wanda

Sie war auf dem besten Weg, eine große Pianistin zu werden, doch dann kam die große Liebe dazwischen. Mitte 20 war Wanda Landowska, als sie dem Klang eines Instruments verfiel, das damals nur noch einen Platz im Kuriositätenkabinett hatte: das Cembalo. Mit ihren eigens von der Pariser Firma Pleyel nachgebauten Instrumenten gab Landowska dem Romantik- müden Publikum vor 100 Jahren eine Idee davon, wie sich die Musik Bachs, Händels und Rameaus ursprünglich anhörte. Das Berliner Musikinstrumenten-Museum hat der Hohepriesterin des Cembalos jetzt eine Ausstellung gewidmet, die nicht nur Landowskas Leben als Musikerin, Musikforscherin und Lehrerin (unter anderem von Alexis Weissenberg) nachzeichnet, sondern auch zentrale Beispiele aus ihrer umfangreichen Diskografie präsentiert. Zu sehen und zu hören bis zum 28. Februar 2010.

Jörg Königsdorf, RONDO Ausgabe 6 / 2009



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