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Light Play

Jochen Feucht Trio

Mochermusic/Medienvertrieb Heinzelmann MOM0013
(51 Min., 6/2016)

Leicht, locker, licht: Diese Adjektive beschreiben die Musik des Jochen Feucht Trios recht gut. Vielfältig passt noch, außerdem unaufgeregt, gelassen, romantisch, weltoffen. Mit einem freundlichen „Welcome“ eröffnen die drei den bunten Stückereigen: heitere Melodien auf dem Sopransaxofon, mit Akkorden von Günter Weiss an der Gitarre begleitet, in weiten Schleifen weitergesponnen vom Vibraphonisten Dizzy Krisch, eingängig wie ein schönes Volkslied, manchmal jauchzend, manchmal zurückgenommen und vom ersten bis zum letzten Ton vergnügt.
Dunkler und verhangener versetzt „Open Time“ in eine etwas bedächtigere Gemütslage — Feucht spielt hier das Bassethorn, einen Verwandten der Altklarinette. Mit der Flöte entführt er danach in „Naoki“ in fernöstliche Gefilde. Später, in „Kardamom“ und dem Titelstück „Light Play“, steuert der Tablaspieler Suman Sarkar indisches Flair bei. Balladen, heitere Liedchen, Bedächtiges, Fröhliches: Jedes der zehn Stücke spricht eine andere Gefühlslage an.
Diese Mischung ist so einzigartig, dass einem keine Vorbilder einfallen — weder im Folk noch im Jazz oder in der Weltmusik. Und wenn man meint, eine Passage erinnere an etwas, das man anderswo schon mal gehört hat, entschwindet dies Gefühl schon bei den nächsten Tönen wieder. Light ist das eine Zauberwort auf dem Cover. Das rot und kursiv gedruckte das andere: Play. Das machen die drei mit Hingabe und Phantasie.

Werner Stiefele, 15.04.2017



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