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N° 1356
04. - 10.05.2024

nächste Aktualisierung
am 11.05.2024



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Gabriel Fauré

Die Kammermusik (Gesamtaufnahme)

Éric Le Sage, Alexandre Tharaud, Emmanuel Pahud, Paul Meyer, Daishin Kashimoto, Quatuor Ébène u.a.

Alpha/Naxos ALPHA1055
(415 Min., 10/2010-1/2018) 6 CDs

Mit Kammermusik von Gabriel Fauré sind die Kataloge nicht übermäßig gesegnet. Außer einigen Nocturnes, Barcarolles oder dem späten Streichquartett begegnet man wenigem. Echte Größen unter den Fauréianern, etwa die Pianistin Germaine Thyssens-Valentin, haben sich bis heute kaum herumgesprochen. Fauré, das ist gemeinhin der mit dem eventuell leicht kitschigen „Requiem“ – und natürlich mit dem Lied „Après un rêve“. Seine Kammermusik immerhin wurde schon früher einmal gesammelt in Aufnahmen der 60er und 70er Jahre (prominent mit Samson François, Christian Ferras, Paul Tortelier, Jean-Philippe Collard etc.).
Die damaligen Interpretationen klangen strukturfester als die aktuellen beim Label Alpha, die hier in einer Box wiedererscheinen. Dummerweise waren fünf der jetzt sechs CDs schon 2015 als eine Art Zwischenergebnis gesammelt herausgegeben worden; sie erscheinen hier wieder, ergänzt um die 13 Nocturnes, gespielt von Éric Le Sage (von 2018). Dies würde eigentlich keine gesonderte Besprechung rechtfertigen. Hätte es Fauré nicht eben doch verdient.
Denn er war der unparfümierteste, dabei einsame Meister der Belle Époque bzw. des Fin de Siècle in Frankreich. Höhepunkte dieser Collection sind die Flöten-Fantasie op. 79 mit Emmanuel Pahud, die Klavier-Quintette mit dem Quatuor Ébène, das Klavier-Klarinetten-Trio mit Paul Meyer sowie die vierhändige „Dolly-Suite“ und „Masques et Bergamasques“, jeweils mit Alexandre Tharaud. Schön auch die Violin-Sonaten mit Daishin Kashimoto. Durchgängiger Protagonist der Sammlung ist und bleibt der Pianist Éric Le Sage. Sein gewählter Mittelweg zwischen ‚Impressionismus‘ und Romantik stellt eine reelle Alternative zum Vorgänger-Set dar. Ein überfälliges Update.

Kai Luehrs-Kaiser, 20.04.2024


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