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Der bald 200 Jahre alte Mendelssohn wirft seine Schatten voraus – im wahrsten Sinne. Und zwar in Leipzig, wo jetzt das 1892 gebaute Mendelssohndenkmal am Dittrichring gegenüber der Thomaskirche neu eingeweiht wurde. Die Verdienste des berühmtesten Gewandhauskapellmeisters und Gründers der ersten deutschen Musikhochschule hinderten die Nazis nicht daran, das Denkmal im November 1936 abzureißen – um so auch Sir Thomas Beecham zu düpieren, der mit seinem London Philharmonic Orchestra anlässlich der Säkularfeier des »Paulus« zur Kranzniederlegung angereist war. 72 Jahre später huldigt Leipzig auf Betreiben Kurt Masurs und Wolfgang Tiefensees erneut seinem drei Meter großen Meister, der auf einem vier Meter hohen Granitsockel steht, auf dem die Muse der Musik und musizierende Engel vom »Edlen der Musik« künden.

Christoph Braun, RONDO Ausgabe 6 / 2008



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