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Fahrende Sänger

Die Ideen von Opernintendanten, neues Publikum zu finden, sind unergründlich. In München lautet jetzt die Devise: Gehst du nicht in die Oper, kommt die Oper zu dir. In Gestalt eines transportablen Mini-Opernhauses mit 300 Plätzen, eines musischen Wanderzirkus mit Namen »Pavillon 21«, geht die Bayerische Staatsoper im kommenden Sommer im wahrsten Sinne neue Wege ins 21. Jahrhundert. Zunächst zum Marstallplatz, wo die fahrenden Sänger bei den diesjährigen Opernfestspielen »ungewohnte Formate des Musiktheaters« bieten. Die Kosten von 2,1 Millionen Euro wollen die (stets ausgelastete) Staatsoper, der Freistaat und potente Sponsoren stemmen. Und wer lockt zur Oper auf Rädern in ihrer ersten Produktion? Natürlich Christoph Schlingensief.

Christoph Braun, RONDO Ausgabe 1 / 2010



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