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MET historisch

Vier Opernabende der Jahre 1947-1962 bilden die erste Staffel von Live-Mitschnitten aus der New Yorker Metropolitan Opera, die Sony damit erstmals in ›offizieller‹ Form zugänglich macht. Jeder der Mitschnitte stellt gleichzeitig das einzige (Live-)Dokument eines der Protagonisten in der jeweiligen Partie dar. So wurde Jussi Björling nur an jenem 1. Februar 1947 als Titelheld in Gounods »Roméo et Juliette« (mit Bidú Sayão als Partnerin) auf Band festgehalten. Bei Lily Pons (die hier dem Affen ordentlich Zucker gibt!) wie auch bei Giuseppe di Stefano bedeutet der »Barbiere di Siviglia« von 1950 die einzige Rossini-Partie auf CD überhaupt. Carlo Bergonzi wurde 1958 in bestechender Form als Rodolfo an der Seite von Licia Albanese in »La bohème« verewigt. Und Leontyne Price demonstriert in einer »Tosca«-Aufführung einmal mehr, dass sie live mit womöglich noch größerer Hingabe und uneingeschränkter stimmlicher Souveränität betört. Ihre Mitstreiter an diesem Abend im April 1962 sind Franco Corelli und Cornell MacNeil.

Michael Blümke, RONDO Ausgabe 3 / 2011



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