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Pecunia non olet

Nein, das ist kein Toilettenskandal, vielmehr ein echter Glücksfall. Der Toiletten- und Litfasssäulenmagnat Hans Wall konnte es nicht fassen, als er von der Insolvenz und drohenden Schließung der traditionsreichen Berliner Musikalienhandlung Riedel erfuhr. Schnell bewies er seine Solidarität mit dem Fachgeschäft, indem er 30 laufende Meter Noten, Gesamtausgaben von Bach bis Wagner erwarb. Kostenpunkt: 100.000 Euro, der Schuldenstand des Unternehmens. Aber keine Angst. Die Noten werden nicht zu Toilettenpapier verarbeitet, sondern fachgerecht dem Konservatorium in Sankt Petersburg gespendet.

Tomasz Kurianowicz, RONDO Ausgabe 1 / 2007



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