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Jean-Philippe Rameau

Pièces de clavecin

Céline Frisch

Alpha/Note 1 324
(76 Min., 12/2007)

„Ich kehre immer wieder mit großem Vergnügen zu Rameau zurück wie zu einem guten Freund, den man nicht alle Tage sieht“, schreibt Céline Frisch im Beiheft zu dieser schon 2007 entstandenen Aufnahme. Sich in einem künstlerischen Alltag, in dem J. S. Bach eine übergroße Rolle spielt, wieder einmal den eigenen – sowohl nationalen wie auch künstlerisch-biografischen – Wurzeln zuzuwenden, bereitet ihr eine Freude, die man dieser CD vom ersten bis zum letzten Moment anhört. Auf einem Hemsch-Cembalo von 1751 entwickelt Céline Frisch eine prachtvolle Klangdichte, verursacht durch ein agogisch fein austariertes, verzierungsreich vorwärtsdrängendes Spiel, das die Suitensätze auf vortreffliche Weise schlichtweg als das präsentiert, was sie sind: hochartifiziell stilisierte Tänze. Bei Bach bilden Suiten aus Tanzsätzen nur einen kleinen Teil des Œuvres, und sie entfernen sich häufig in abstrahierender Weise stärker vom eigentlichen Tanz-Ursprung als die französischen Stücke dieses Genres. Hier, bei Rameau, hören wir dagegen deutlicher noch die höfische Herkunft und wir bewundern gleichzeitig die Fülle des melodischen und harmonischen Reichtums, den der Komponist auf dieser Basis zur Entfaltung zu bringen versteht. Céline Frisch hat den Gehalt dieser Musik in alle Richtungen ausgelotet und nachschöpferisch verinnerlicht. Sie ist eine hervorragende Anwältin für die immer noch zu wenig gespielte Musik ihres Landsmannes Jean-Philippe Rameau.

Michael Wersin, 10.12.2016



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