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N° 1219
18. - 24.09.2021

nächste Aktualisierung
am 25.09.2021



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Diverse

Musik zur Zeit von Louis XIV.

Ensemble Correspondances, Les Voix humaines, Les Arts Florissants, Gustav Leonhardt, Steven Stubbs, Dominique Visse u.a.

Ricercar Note 1 RIC 108
(623 Min., 9/2016) 8 CDs + Buch CDs

Keine andere Alte Musik-Epoche ist in den vielen letzten Jahren auch im deutschsprachigen Raum derart aus dem Dornröschenschlaf wachgeküsst worden wie das französische Barockzeitalter. Und das Schöne ist, dass die Klangentdeckungsreisen nicht zuletzt durch die Archive des Versailler Centre de Musique Baroque unvermindert traumhafte Musik zu Tage fördern. Spektakuläres Beispiel dafür war jüngst die Weltersteinspielung der Rekonstruktion des „Ballet royal de la nuit”, bei dem sich einst der kunstvernarrte Louis XIV. als Springteufel zeigen konnte. Ausschnitte aus dieser von Sébastien Daucé und seinem Ensemble Correspondances aufgenommenen Trouvaille finden sich nun ebenfalls auf einer der acht thematisch angelegten CDs, mit denen die „Musik zur Zeit von Louis XIV.“ exemplarisch wie umfassend und vor allem in den herrlichsten Tönen zum Klingen gebracht wird. Die erneut von Labelchef und Alte Musik-Experte Jérȏme Lejeune zusammengestellten Musikbeispiele decken das Musiktheater (Lully) und die geistliche Musik (Charpentier) genauso ab wie die Instrumentalmusik in all ihren Facetten von der Laute über das Cembalo bis hin zur Kammermusik und repräsentativen Orchestermusik. Und wie bereits bei all den vorausgegangenen Boxen, die sich u.a. um die Renaissance oder um die Zeit Monteverdis gedreht haben, konnte Lejeune seine Kontakte zu befreundeten Labels und Produzenten spielen lassen, um sich in ihren Katalogen bei den Besten der besten Einspielungen zu bedienen und daraus ein erstklassiges Panorama zusammenzustellen. So kann zwischen all den jüngeren Aufnahmen etwa von Cembalistin Céline Frisch und Hervé Niquet mit seinem Le Concert Spirituel der große Tenor Nigel Rogers mit Lautenist Anthony Bailes einfach unvergleichlich betören – mit einem Air de cour von Gabriel Bataille.

Guido Fischer, 22.10.2016



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