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Connection

Empirical

Cuneiform/Broken Silence 17817
(52 Min., 2/2015)

Die britische Jazzszene wird hierzulande immer noch sträflich vernachlässigt. Jetzt hat die junge britische Band Empirical den Sprung auf ein zunehmend prominentes amerikanisches Label geschafft und könnte damit den internationalen Durchbruch erreichen, denn das musikalische Potential dieser Besetzung, die sich an dem klassischen Eric-Dolphy-Album „Out To Lunch“ orientiert, ist erheblich. Altsaxofonist Nathaniel Facey ist in der Nachfolge eines Steve Coleman und Steve Lehman zu sehen; Lewis Wright am Vibrafon pflegt einen Stil, der ohne Scheu aktuelle Trends mit Altbewährtem verbindet. Tom Farmer am Kontrabass macht alle rhythmischen Vertracktheiten mit, mit denen Schlagzeuger Shaney Forbes so gerne spielt. Außerdem hat der Mann am Bass die Hälfte der 10 Stücke des Albums geschrieben; von Facey und Wright stammen die übrigen Titel. Über weite Strecken klingt die Band wie ein imaginäres Dave Holland Quartett mit Steve Nelson am Vibrafon und einem Steve Coleman statt eines Chris Potters am Saxofon, dazu stelle man sich vor, dass das Quartett eine Schulung in mathematisch-analytischer Theorie samt melodischer und rhythmischer Abstraktionslehre bei Steve Lehman erhalten habe, nach dem Nathaniel Facey mitunter recht deutlich klingt. Damit aber ist die Band mitten im aktuellen Jazzgeschehen, in der eine derartige Klangmischung von vibrierend flächigem Metallofonklang und dann wieder fast marimbahaftem Geklöppel äußerst selten ist. Empirical jedenfalls ist eine Entdeckung.

Thomas Fitterling, 04.06.2016



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