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Monk’n‘Roll

Francesco Bearzatti

Cam Jazz/Edel 1014093CJZ
(65 Min., 1/2012)

Wie albern! Da nehmen vier Italiener 14 Themen des Jazzkomponisten Thelonious Monk und kreuzen sie mit den prägenden Rhythmus-Motiven von Rocksongs. Das geht nicht? Oh doch. Auch wenn man sich wundert, kann aus dem „Bemsha Swing“ und „Another One Bites The Dust“ eine verquere Nummer werden, und Monks „Green Chimneys“ rauchen auch über der Grundlage von „Money“. Auch „Round Midnight“ und Stings „Walking On The Moon“ oder „In Walked Bud“ und Michael Jacksons „Billy Jean“ oder „Criss Cross” werden irgendwie zusammengebaut.
Sonderlich sensibel gehen die vier allerdings weder bei diesen noch den anderen Kombinationen vor. „Energy is the keyword here“, steht auf dem Cover. Das stimmt, denn die Songfusionen funktionieren nur deshalb, weil der Bassist Daniel Gallo und der Schlagzeuger Zeno De Rossi mit kräftigen, alle melodischen Einfälle des Saxofonisten Francesco Bearzatti und des Trompeters Giovanni Falzone platt machenden Grooves durchbrettern. Das ist eine Weile lustig, wird dann aber stinklangweilig und nach einer noch längeren Zeitspanne sogar ziemlich nervig. Eine witzige Idee sollte man eben nicht überspannen.

Werner Stiefele, 12.10.2013



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