Responsive image
Wolfgang Amadeus Mozart

Klarinettenquintett A-Dur KV 581, Streichquintett g-Moll KV 516

Alan Hacker, Asperger Kammersolisten

Edition Hera/Koch HERA 02109
(73 Min., 1/2000) 1 CD

Die Klarinette, für die Mozart sein berühmtes Konzert und das nicht minder bekannte Quintett geschrieben hat, ist immer noch ein Phantom der Musikwissenschaft. Viele Solisten setzen sich darüber hinweg, dass Mozarts Freund, der Klarinettist Anton Stadler, ein Instrument spielte, das in der Tiefe über einen größeren Tonumfang verfügte als das heutige gebräuchliche Tochterinstrument. Dass man nur mit einer möglichst genauen Kopie der „Bassettklarinette“ diesen Werken gerecht werden kann, liegt auf der Hand, und insofern ist Alan Hackers Einspielung durchaus hörenswert.
Doch damit hat es sich auch schon: Hacker kann mit seiner eher pauschalen Gestaltung dieses anspruchsvollen Bläserparts den gängigen Referenzeinspielungen interpretatorisch nicht mithalten. Unbefriedigend auch das Streicherensemble: Schon am Beginn des fragilen ersten Satzes machen sich Unsauberkeiten bemerkbar; der weitere Verlauf des Stückes und die Interpretation des g-Moll Streichquintetts bleibt steif, fast unbeholfen.

Oliver Buslau, 14.09.2000



Diese CD können Sie kaufen bei:


Kommentare

Kommentar posten

Für diese Rezension gibt es noch keine Kommentare.




CD zum Sonntag:

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Barockmusik für die Gegenwart aktualisieren? Ein kniffliges Unterfangen. Doch wenn sich einer bzw. eine mit heiklen Crossover-Begegnungen auskennt, dann die Klassik-Band „Spark“, die schon mit ihrem letzten Alt-trifft-auf-Neu-Album „On the Danceflor“ einiges gewagt und sicher auch den ein oder anderen Klassikfreund verschreckt hatte. Nun hat sich Spark also die Barockmusik für einen frischen Anstrich vorgenommen – und möchte mit dem Album „Be Baroque!“ Stimmungen verstärken […] mehr »


Top