Responsive image
Wolfgang Amadeus Mozart

Salzburger Sinfonien (Divertimenti) KV 136-138, Divertimenti KV 239 und KV 334, Die kleine Nachtmusik, Sándor Végh probt Mozart

Camerata Salzburg, Sándor Végh

Capriccio/EMI Classics 49 176
3 CDs, 1 Bonus-CD: Sándor Végh probt Mozart

Sándor Végh und seine Salzburger Camerata Academica proben den zweiten Satz in Mozarts Divertimento KV 334, und an einer Stelle hakt die Intonation. Végh trocken: „Noch einmal bitte ... schadet nicht.“ Stimmt, Üben hat noch keinem geschadet, aber dieses formidable Kammerorchester hat seinem in diesem Jahr verstorbenen Leiter auch immer fleißig Ehre gemacht. Dies beweist nicht zuletzt die hier wiedervorgelegte Einspielung, die unter anderem die „Kleine Nachtmusik“ und die drei „Salzburger Sinfonien“ enthält.
Bei der Produktion vor zehn Jahren entstand auch ein halbstündiger Probenmitschnitt. Bei Végh wuchs große Kunst immer aus einem ganz handwerklichen Verhältnis zur Musik. Daß seine Mozart-Aufnahmen hier durchweg so großartig klingen, ist eine Frage der Bogenhaltung, nicht der grandiosen Inspiration des Dirigenten, der ein Orchestererzieher war: „Ich werde Sie alle verrrrdammmmen, wenn Sie nicht machen, was wir besprochen haben.“ Végh konnte als Musiker zu Musikern sprechen, hatte er doch mit seinem Streichquartett große Erfolge gefeiert, lange bevor er 1978 die Camerata übernahm und zu einem der besten Kammerorchester Europas formte. Zwei Bemerkungen aus diesen Proben fassen Véghs Musikanschauung zusammen: „Lassen Sie ein bisschen atmen“ und: „Gefühle kann man nicht erklären, besser ist, man macht ...“

Stefan Heßbrüggen, 28.02.1997



Diese CD können Sie kaufen bei:


Kommentare

Kommentar posten

Für diese Rezension gibt es noch keine Kommentare.




CD zum Sonntag:

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Externer Inhalt - Spotify

An dieser Stelle finden Sie Inhalte eines Drittanbieters, die Sie mit einem Klick anzeigen lassen können.

Mit dem Laden des Audioplayers können personenbezogene Daten an den Dienst Spotify übermittelt werden. Mehr Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Wo kam das auf einmal her? Fragte man sich, als im November vergangenen Jahres dieser Schubert-Zyklus mit Nikolaus Harnoncourt und dem Chamber Orchestra of Europe aus den ORF-Archiven wie von Zauberhand wiederauftauchte. Harnoncourt war mit dem Kammerorchester eng verbunden, die Schubert-Sinfonien hatte er beim von ihm gegründeten Styriarte-Festival in Graz 1988 wellenschlagend dargeboten. Nun ist der Live-Mitschnitt auf 4 CDs erhältlich. Sowohl der Dirigent als auch das Orchester beweisen […] mehr »


Top