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The Gathering

Geri Allen

Verve/Universal Jazz 557 614-2
(59 Min., 2/1998) 1 CD

Die Pianistin Geri Allen versteht sich als eine selbstbewußt dienende Fackelträgerin der modernen schwarzen Jazztradition. Auf “The Gathering” will sie ihrer Familie und deren schwarzen Wurzeln ein musikalisches Denkmal setzen. Dabei wird deutlich, wie sehr ihr Mann, der Trompeter Wallace Roney, für ihr musikalisches Selbstverständnis wichtig geworden ist. Miles Davis persönlich hat ihm in Montreux die Fackel weitergereicht.
Trotz Geri Allens Erfahrungen mit dem M’Base-Kreis oder der Free-Jazz-Legende Ornette Coleman ist es die Ästhetik des Miles-Davis-Quintetts der späten sechziger Jahre, die dieses Album prägt. Ob in den Trio-Aufnahmen mit dem Bassisten Buster Williams und dem Schlagzeuger Lenny White oder bei den Stücken, in denen Wallace Roney, der Posaunist Robin Eubanks, der Gitarrist Vernon Reid oder der Holzbläser Dwight Andrews mitwirken - immer ist die Musik von einer lebendigen Frische beseelt. Dieser Miles-Traditionsstrang wurde jahrzehntelang vernachlässigt; hier wird er begeisternd in die Aktualität weitergeführt.

Thomas Fitterling, 31.03.1998



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