home

N° 1260
02. - 08.07.2022

nächste Aktualisierung
am 09.07.2022



Responsive image

Meltemi

Alboran-Trio

ACT/Edel 9448-2
(60 Min.) 1 CD

Alborán ist eine unbewohnte Insel im Mittelmeer, sieben Hektar klein, die zwischen der andalusischen Küste und Nordafrika liegt. Warum benennt sich nun ein Jazz-Piano-Trio aus Italien nach diesem Eiland? Weil Alborán für einen besonderen Projektionsraum zwischen den Kulturen, zwischen Europa, Afrika und Amerika steht. Pianist Paolo Paliaga, der für die Kompositionen des Alboran Trio zuständig ist, Bassist Dino Contenti und Schlagzeuger Gigi Biolcati verstehen sich gewissermaßen als Forscher auf dem Meer der Möglichkeiten zwischen den Kontinenten.
Gewiss, man kann nicht unbedingt behaupten, dass sie auf dem Gebiet des derzeit so beliebten Pianotrio-Formats spektakuläre Neuentdeckungen machen würden. Dafür agieren sie stellenweise zu konventionell, vor allem, was die ewig gleiche Soloaufteilung zwischen Klavier und Bass (und das Schlagzeug in Fours und Twos am Schluss dazu) angeht. Da arbeiten andere Dreierbünde der Gegenwart strukturell viel freier.
Dennoch gibt es auf "Meltemi" genügend feine Momente. Etwa in "Balkan air", wo das präparierte Klavier wie ein Balafon klingt und das schwer stampfende Schlagwerk wie eine Büffelherde. Oder im Titelstück, das Chick Corea zum Paten zu haben scheint. Doch, auf dieser Insel kann man durchaus mal einen Kurzurlaub machen.

Rondo Redaktion, 25.08.2006



Diese CD können Sie kaufen bei:

Als JPC- und Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen


Kommentare

Kommentar posten

Für diese Rezension gibt es noch keine Kommentare.


CD zum Sonntag

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Externer Inhalt - Spotify

An dieser Stelle finden Sie Inhalte eines Drittanbieters, die Sie mit einem Klick anzeigen lassen können.

Mit dem Laden des Audioplayers können personenbezogene Daten an den Dienst Spotify übermittelt werden. Mehr Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Traditions-Linien: Mit seiner „Lachrimae“-Pavane habe John Dowland nicht nur ein exzellentes Musikstück für Laute komponiert, sondern einen sinnierenden, wehmütigen und nachhorchenden Ton angeschlagen, der für mehrere Jahrhunderte im Lautenrepertoire den Stil vorgegeben hat, ist sich der baskische Lautenist Enrique Solinís sicher. So nennt er sein neues Album „Ars Lachrimae“, hat aber nicht Dowland eingespielt, sondern den Blick auf seine Nachfolger gelegt. Zwei Suiten von Johann […] mehr


Abo

Top