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N° 1237
22. - 28.01.2022

nächste Aktualisierung
am 29.01.2022



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Aki and The Good Boys Live At Willisau Jazz Festival

Aki Takase

Jazzwerkstatt/Records Vertriebsges. JW 049
(65 Min., 8/2008) 1 CD

Das geht derzeit wohl nur in Berlin, ein derartiges Quintett als Working Band zusammenzuhalten. Die Rede ist von der Gruppe der japanischen Pianistin Aki Takase, die schon seit Jahrzehnten in der Hauptstadt lebt. Immer wieder hat sie mit hochkarätigen Duopartnern im Spannungsfeld zwischen Tradition und Avantgarde aufregende Musik gemacht. Einer ihrer Lieblingsmusiker dabei war und ist der Bassklarinettist Rudi Mahall, ein Energetiker aus dem Geiste Eric Dolphys. In dieser Band ist Mahall gewissermaßen der beste der "Good Boys": Neben Takase selber sorgt er für das Repertoire der Band. Tobias Delius ist sein nicht weniger engagierter Mitstreiter am Tenorsaxofon und der Klarinette. Den Bläsern zugeordnet ist Aki Takases reguläres Trio, aus dessen Mitte steuert die Pianistin mit klar konturierten Einwürfen und immer wieder auch Clustern das Geschehen.
Vieles erinnert an Charles Mingus der wilderen Zeit. Die Live-Atmosphäre kommt diesem Musikangang besonders entgegen. Gewitzte und komplexe Themen sind klar strukturiert, die solistischen Abläufe sind im Gesamtspannungsbogen aufeinander bezogen und bergen doch in sich selber größte Freiheit auch zu eruptiver Gestaltung. Grenzüberschreitungen in den freien Raum gehören dabei – im Gegensatz zu Mingus – zu willkommenen Erfahrungen. Mit dieser Stunde geballten Hauptstadt-Jazz' war das Publikum des renommierten Schweizer Festivals bestens bedient – und der CD-Hörer kann sie wohldosiert zu Hause nachempfinden.

Thomas Fitterling, 21.01.2009



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