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Johannes Brahms, Ernö Dohnányi

Sextett Nr. 2 G-Dur op. 36, Serenade (Streichtrio) C-Dur op. 10

NES-Kammerorchester, Dmitri Sitkowetzky

Nonesuch/Warner Classics 7559-79545-2
(61 Min., 7/1997) 1 CD

Ja, die beiden Stücke passen zueinander. Obwohl Brahms die tiefere Musik hat. Er wollte auch nicht, wie der von ihm hoch geschätzte Dohnányi, eine Serenade schreiben, allenfalls eine von weher Erinnerung verschleierte. Beide Werke sind Transkriptionen für Streichorchester, im Fall Brahms gerade mal etwas mehr als das verdoppelte Sextett G-Dur, die Urgestalt, Dohnányis Streichtrio op. 10 wurde weiter geöffnet, nicht nur für größere Besetzung, sondern auch melodisch-harmonisch.
All dies von dem Geiger und Möchtegern-Komponisten Dmitri Sitkowetsky, der das NES-Kammerorchester gründete (nicht von löslichem Kaffee gesponsert, sondern Neue Europäische Streicher bedeutend) und jetzt immer wieder Nachschub arrangiert. Die Brahms-Musik kratzt’s nicht, da subtil und empfindungsreich gespielt, und Dohnányis etwas flachbrüstige Arbeit gewinnt tatsächlich. Man könnte ihn sich schenken und bei Brahms das Original bevorzugen, aber so geht's auch. Zumal der Klang brillant funkelt, so bei Dohnányi, und doch auch körperhaft-warm wird, nämlich bei Brahms.

Thomas Rübenacker, 06.07.2000



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