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N° 1259
25.06. - 01.07.2022

nächste Aktualisierung
am 02.07.2022



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Diverse

Hamburg 1734

Andreas Staier

harmonia mundi HMC 901898
(66 Min., 5/2005) 1 CD

Staiers nächster Streich: Ein neues Instrument ist Anlass und Ursache für eine CD, in der das Hamburger Musikleben des 17. und 18. Jahrhunderts in fröhlicher und natürlich bruchstückhafter Weise gefeiert wird. Hieronymus Albrecht Hass hieß der hiesige Erbauer exklusiver Instrumente, die in Größe und Zahl ihrer Register einen Höhepunkt im Bau von Kielklavieren darstellen. Das Vorbild für den Nachbau von Anthony Sidey und Frédéric Bal (Paris) entstand 1734. Andreas Staier beschreibt sein neues Instrument so: "Niemand ist weiter gegangen als H. A. Hass im Bestreben, dem Cembalo orgelartige Weite und Vielfalt zu geben."
Das Programm als bunt - und zwar im besten Sinne - zu beschreiben, trifft die Sache durchaus. Eine Chaconne von Händel eröffnet den umfangreichen Klangraum, gefolgt von einem erklärten Lieblingskomponisten Staiers, Georg Philipp Telemann. Seine "Ouverture Burlesque" wird ergänzt von einigen Sätze aus der Orchestersuite "Hamburger Ebb und Fluth" und der "Alster-Ouvertüre", die Staier für sein Instrument arrangiert hat. Musikerfreundin Christine Schornsheim unterstützt ihn bei einigen vierhändigen Arrangements. Dazwischen finden sich weitere Hamburger und norddeutsche Größen, Dietrich Buxtehude, Johann Mattheson, Georg Böhm und Matthias Weckmann, sowie als abschließendes Schmankerl eine "Entrée" des 1965 geborenen Komponisten Brice Pauset.
Nicht nur durch die individuelle Auswahl und die Erläuterung des Programms durch den Interpreten haben Staiers CDs etwas sehr Persönliches. Es ist vor allem das lebendige, überzeugte und überzeugende Musizieren (bei dem man sich als Hörer bei jedem Stück in einer neuen Gedankenwelt wieder findet), das den Hörer letztlich von dieser Aufnahme einnimmt. Humoristische Stücke wie Telemanns "Konzertierende Frösche und Krähen" (aus der "Alster-Ouvertüre") wie das vergleichsweise strenge Barock eines Buxtehude spielt Staier voller Natürlichkeit, voller Anmut. Das Instrument tut seine Schuldigkeit durch geradezu orchestral-vollen Klang und diverse Klangfarben der Register. Eine lohnende Sammlung - nicht nur für Hanseaten.

Matthias Reisner, 21.01.2006



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Eva Jagun stammt aus einer Kölner Musikerfamilie und lernte zunächst Geige, Flöte, Gitarre und Klavier. Ihre ersten Erfahrungen sammelte sie in diversen Chören und Bands, später studierte sie in Hamburg Musik, seit einigen Jahren lebt sie in Berlin.
Dort arbeitet sie als Sängerin wie auch als Geigerin im Studio und auf der Bühne mit einer Vielzahl von Künstlern zusammen, unter anderen mit Nina Hagen oder Dieter Hallervorden. Wichtige Impulse erhielt sie vom kanadischen Jazzbassisten […] mehr


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