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N° 1219
18. - 24.09.2021

nächste Aktualisierung
am 25.09.2021



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Diverse

Arte Nova Voices: Elena Mosuc

Elena Mosuc, Ungarische Staatsphilharmonie, Jan Schultsz

Arte Nova 74321 73725 2
(73 Min., 5/1999, 6/1999) 1 CD

Gut, dass ich mich nicht vom Cover abschrecken ließ. Und auch nicht von einer dieser zusammengesuchten Mixturen von Mozart, Verdi, Rossini bis zu Strauss. Denn dies ist eine überwältigende CD. Das Programm, mit dem sich die rumänische Sopranistin Elena Mosuc vorstellt, enthält einige Bravurnummern aus "Lucia di Lammermoor" oder die "Glöckchenarie" aus Delibes' "Lakmé". Da kann man eine perfekt geführte, anstrengungslose, wunderbare Koloraturstimme erleben.
Doch was mich dann wirklich hingerissen hat, war eine Arie der Louise aus Gustave Charpentiers gleichnamiger Oper. Die zart-verliebte Süße dieser Partie blüht bei Elena Mosuc auf, dass man eine Gänsehaut bekommt. Sie klingt hier fast wie die junge Ileana Cotrubas, seltsamerweise Rumänin wie sie. Die gleiche zugleich fast instrumentale Schlankheit und mädchenhafte, strahlende Ausdruckskraft, betörend im Mezza voce, aufleuchtend in den lyrischeren Aufschwüngen und nie den Effekt dem seelischen Gehalt voranstellend.
Wenn solche Kunst bereits aus diesem hinreißenden Potpourri hervorscheint, was haben wir dann noch zu erwarten, wenn sie mit einer ganzen "Louise" oder Zerbinetta kommt? Normalerweise missfällt mir dieses Bravogeschreie in der Oper. Für diese Sängerin aber wäre ich auch aufgesprungen.

Matthias Kornemann, 23.03.2000



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