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N° 1259
25.06. - 01.07.2022

nächste Aktualisierung
am 02.07.2022



Klavier-Archäologie vom Feinsten und “very british”: In Folge 18 der wunderbaren Entdecker-Reihe “Das Romantische Klavierkonzert” haben die findigen Köpfe von Hyperion wieder zwei hochinteressante und zu Unrecht vergessene Juwelen aus dem Umfeld des Wiener Fin de siècle ausgegraben, und es einem der herausragendsten Vertreter der neuen, intellektuellen Virtuosengeneration, dem fünfunddreißigjährigen Franko-Kanadier Marc-André Hamelin, anvertraut.
Beide Komponisten, vor allem Joseph Marx (1882-1964), standen lange im Schatten der Wiener Modernisten um Arnold Schönberg, und Marx hat seine traditionalistische Ausrichtung noch im Titel seines 1919 komponierten “romantischen” Klavierkonzerts gerechtfertigt. Er verbleibt auch ganz im tonalen Rahmen seiner Vorbilder Reger und Strauss.
Dagegen hat das 15 Jahre jüngere “Wunderkind” Erich Wolfgang Korngold (1897-1957) bereits drei Jahre später in seinem für den einarmigen Pianisten Paul Wittgenstein komponierten “Konzert in Cis für die linke Hand” das Tor zur Moderne weit aufgerissen, ohne gleich der radikalen Atonalität der “Neuen Musik” zu verfallen. Es ist einer der ideenreichsten und hochrangigsten Beiträge zu diesem ungewöhnlichen Genre und keine Spur schlechter als die bekannt gewordenen Schöpfungen Ravels oder Prokofjews.
Hamelin versteht es glänzend, die hier angestrebte Illusion von zweihändigem Klavierspiel zu erzeugen und die schwierige Aufgabe ganz mühelos zu meistern.

Attila Csampai, 31.03.1998



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Eva Jagun stammt aus einer Kölner Musikerfamilie und lernte zunächst Geige, Flöte, Gitarre und Klavier. Ihre ersten Erfahrungen sammelte sie in diversen Chören und Bands, später studierte sie in Hamburg Musik, seit einigen Jahren lebt sie in Berlin. Dort arbeitet sie als Sängerin wie auch als Geigerin im Studio und auf der Bühne mit einer Vielzahl von Künstlern zusammen, unter anderen mit Nina Hagen oder Dieter Hallervorden. Wichtige Impulse erhielt sie vom kanadischen Jazzbassisten […] mehr


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