home

N° 1219
18. - 24.09.2021

nächste Aktualisierung
am 25.09.2021



Responsive image
Alban Berg, Arnold Schönberg, Anton Webern

Klavierwerke

Peter Hill

Naxos 8.553870 
(78 Min., 11/1996) 1 CD

Die musikhistorische Bedeutung der Wiener Schule steht in umgekehrtem Verhältnis zu ihrer Lebendigkeit im Bewusstsein des Publikums - -und das fast neunzig Jahre nach ihrem Aufbruch. Naxos hat sich für seine Exkursion in die sperrigen Klanglandschaften von Berg, Schönberg, Webern einen Ausnahmekönner auf diesem Gebiet gesucht, der dem anderen pianistischen Aushängeschild der Niedrigpreiskünstler, Bernd Glemser, durchaus das Wasser reichen kann: Peter Hill. Schon gleich zu Beginn, mit der so gerade eben noch traditioneller Harmonik verpflichteten Sonate op. 1 von Alban Berg, spielt er seine Tugenden aus: Hill ist ein Pianist des Mittelweges, aber nicht des Mittelmaßes, bietet statt überbordender Expressivität klare Gliederung, aber dennoch kräftig ausgesungene melodische Linien.
Auch Schönbergs Klavierwerk klingt unter Hills Händen befreit, selbstverständlich, überhaupt nicht verkniffen, eine Lässigkeit, die auch der Lakonie von Anton Weberns Variationen op. 27 vollkommen angemessen scheint. Dieser Pianist ist ein Naxos-Glücksgriff.

Stefan Heßbrüggen, 30.04.1999



Diese CD können Sie kaufen bei:

Als JPC- und Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen


Kommentare

Kommentar posten

Für diese Rezension gibt es noch keine Kommentare.


CD zum Sonntag

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Externer Inhalt - Spotify

An dieser Stelle finden Sie Inhalte eines Drittanbieters, die Sie mit einem Klick anzeigen lassen können.

Mit dem Laden des Audioplayers können personenbezogene Daten an den Dienst Spotify übermittelt werden. Mehr Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Im Mondschatten: Während Neil Armstrong und Buzz Aldrin den Mond erkundeten, verbrachte Michael Collins, der dritte Astronaut im Bunde, pro Umrundung je 46:38 Minuten allein im Funkschatten des Erdtrabanten. Exakt so lang dauert auch dieses Album des Jazzpianisten Michael Wollny, der Parallelen zieht zwischen jenen historischen Ereignissen aus dem Jahr 1969 und der Corona-Pandemie. Die Einsamkeit ist hier der Konnex. So nahm Wollny, als die Welt aus den Fugen geriet, in Pandemie-bedingter, […] mehr


Abo

Top