Responsive image
Thomas Arne

Cembalosonaten

Ewald Demeyere

Accent/Note 1 ACC 21145
(80 Min., 05/2001) 1 CD

Diese Sonatensammlung von Thomas Augustine Arne (1710-1778), 1756 im Druck erschienen, ist ein Musterbeispiel für Klaviermusik im Übergang vom Barock zur Romantik: Älteres spielt herein etwa in Form eines fantasieartig präludierenden Kopfsatzes, eines Lamentobasses oder eines ursprünglich zur Suite gehörenden Tanzsatzes; die Zahl der meist noch "monothematischen" Sätze und ihre Anordnung ist noch sehr frei.
Andererseits lassen die Klarheit und Einfachheit der Tonsprache sowie die häufige Gliederung der Satzweise in Oberstimme und Begleitung Zukünftiges erahnen. Kein Zweifel, die Kompositionen haben eher unterhaltenden Charakter, ohne jedoch simpel zu sein; Langeweile tritt beim Hören nicht auf, vielmehr ist es interessant, die Wege des motivischen Materials zu verfolgen.
Der junge Cembalist Ewald Demeyere, Schüler von Jos van Immerseel und Gustav Leonhardt, interpretiert die Stücke mit souveräner Technik, einfallsreicher Verzierungspraxis und Liebe zum Detail. In seinem Beihefttext gibt er nicht nur die notwendigen Informationen zum Umfeld der Stücke, sondern setzt sich auch kritisch mit dem Notentext auseinander. Das nach einem historischen Instrument von 1764 gebaute Cembalo, auf dem er spielt, entfaltet durch die sehr direkte Aufnahme einen hellen, brillanten und vollen Klang.

Michael Wersin, 01.01.1970



Diese CD können Sie kaufen bei:


Kommentare

Kommentar posten

Für diese Rezension gibt es noch keine Kommentare.




CD zum Sonntag:

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Externer Inhalt - Spotify

An dieser Stelle finden Sie Inhalte eines Drittanbieters, die Sie mit einem Klick anzeigen lassen können.

Mit dem Laden des Audioplayers können personenbezogene Daten an den Dienst Spotify übermittelt werden. Mehr Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Olivier Messiaens Turangalîla-Sinfonie zählt ohne Zweifel zu den eindrücklichsten und gewaltigsten Monumenten der Sinfonik des 20. Jahrhunderts. Dieses mit 80 Minuten überlange Monstrum von Sinfonie spielt man nicht ohne Weiteres – weder live im Konzertsaal, noch auf CD ein. Und so war es durchaus ein Ereignis, als das Mannheimer-Nationaltheaterorchester unter der Leitung seines Chefdirigenten Alexander Soddy diesen Meilenstein in Prä-Corona-Zeiten dank Spendenunterstützung als […] mehr »


Top