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The Crossing

Dave Brubeck-Quartet

Telarc/In-Akustik CD-83520
(63 Min., 2000) 1 CD

Ich habe versucht, durch mehrmaliges Hören mit den neun neuen Kompositionen Brubecks warm zu werden; es ist mir nicht so recht gelungen. Nicht, dass sie unoriginell oder gar missraten wären, allein, künftige Standards, wie sie "Time Out" zuhauf bot, sind auf "Crossing" wohl nicht enthalten. Das hatte ich vier Jahrzehnte später auch kaum erwartet, aber ein bisschen mehr Biss könnte Brubecks brave, um nicht zu sagen müde Working Band schon entwickeln.
Brubeck selbst spielt noch am packendsten von allen, auf dem raffiniert gebauten Titelstück gebärdet er sich so störrisch wie eh und je. Bobby Militello hat zwar ein Händchen für (hier reichlich vertretene) Balladen, versucht dann aber in der Eile allzu häufig, ausbleibende Einfälle durch Notenfülle zu kaschieren. Und beim Schlagzeuger Randy Jones, wie der Bassist Alec Dankworth ein solider Handwerker, muss ich mit Wehmut an seine Vorgänger Joe Morello oder Alan Dawson zurückdenken.
Aber vielleicht bedarf gerade dieses Quartett - wie letztens auf der "40th Anniversary Tour of The UK" - der Anregung durch ein Publikum, um zu seiner eigentlichen Form zu finden.

Mátyás Kiss, 06.12.2001



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