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Like Minds

Gary Burton, Chick Corea, Pat Metheny, Dave Holland, Roy Haynes

Concord/Edel CCD-4803-2
(68 Min., 12/1997) 1 CD

hatten schon 1989 zusammen das Album “Question And Answer” vorgelegt, Chick Corea und Gary Burton 1997 gemeinsam “Native Sense”. So erklärt sich die recht bunte Zusammenstellung von Stars, die man vor über zwanzig Jahren so vielleicht bei ECM vermutet hätte, die nun aber beim Hauptstrom-Label Concord aufeinandertreffen. Dem Metheny-Fan wird es zu boppig, dem Haynes-Fan nicht boppig genug, den Anhängern Coreas nicht “coreanisch”, denen Hollands nicht “holländisch” genug sein, und doch kommt es hier zu jenem vielbeschworenen synergetischen Effekt, bei dem das Ganze mehr ist als die Summe seiner Teile.
Es scheint, als entfalteten die Musiker unter Gary Burtons wohltuender Präsenz jene Seiten, die unter ihrer eigenen leadership eher zu kurz kommen. Metheny überzeugt durch das, was die Amerikaner als “No nonsense straight ahead Jazz” bezeichnen würden, freilich mit der üblichen lyrischen Finesse, die sich (wie schon wie in den Mittsiebzigern) mit Burtons weicher Gelöstheit aufs innigste verbindet.
Dave Holland, dessen eigene Alben noch luftiger und “abgehobener” sind, agiert hier wieder mehr als “Baßswinger”, und Chick Corea genießt es, als inspirierter Solist von jeglicher “leaderlicher” Verantwortung enthoben zu sein. Ein Quintett, dessen Geschlossenheit harmonisierend wirkt und das man zur Entspannung mit Vergnügen hört, zum Beispiel in der Badewanne!

Marcus A. Woelfle, 31.05.1998



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