home

N° 1259
25.06. - 01.07.2022

nächste Aktualisierung
am 02.07.2022



Responsive image

Tangerine

Dexter Gordon

Original Jazz Classics/ZYX 0 25218-7041-2 0
(42 Min., 6/1972) 1 CD

Fünfzehn Jahre lebte Dexter Gordon in Dänemark. In dieser Schaffensperiode muss es ihm viel bedeutet haben, immer wieder mal auf heimatlichem Boden mit amerikanischen Kollegen zu spielen. Jedenfalls teilt sich auf "Tangerine" Gordons Glücksgefühl mit, zumal auf dem Titelsong: Hier sprudelt er lebhaft, "verschwendet" er sich in putzmunteren Sechzehntelnoten-Läufen. Er, der Essentialist, der langsamste Bebopper der wenigsten Töne, hatte einen Tag barocker Lebensfülle. Eine Aufnahme, die uns desto bewusster werden lässt, von wie viel Einsamkeit und Melancholie sein Spätwerk kündet.
Das hat natürlich auch mit den Kollegen zu tun, die ihn aus der Reserve locken, Musiker. Drei Stücke glückten in einer Besetzung, der man zunächst misstraut. Der Flügelhornist Thad Jones und sein Bruder, der Pianist Hank Jones (lauter, klar und elegant), ergeben mit dem damaligen Newcomer Stanley Clarke (Bass) und Louis Hayes (Schlagzeug) ein erstaunlich homogenes Team. Die Rhythmusgruppe treibt Gordon wohlgelaunt an, ohne überfrachtet zu spielen. Mit Freddie Hubbard (Trompete), Cedar Walton (Klavier), Buster Williams (Bass) und Billy Higgins (Schlagzeug) wurden auf ebenso hohem Niveau zwei Stücke eingespielt. "Tangerine" darf man getrost zu Gordons Glanzleistungen der siebziger Jahre zählen.

Marcus A. Woelfle, 13.07.2000



Diese CD können Sie kaufen bei:

Als JPC- und Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen


Kommentare

Kommentar posten

Für diese Rezension gibt es noch keine Kommentare.


CD zum Sonntag

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Externer Inhalt - Spotify

An dieser Stelle finden Sie Inhalte eines Drittanbieters, die Sie mit einem Klick anzeigen lassen können.

Mit dem Laden des Audioplayers können personenbezogene Daten an den Dienst Spotify übermittelt werden. Mehr Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Eva Jagun stammt aus einer Kölner Musikerfamilie und lernte zunächst Geige, Flöte, Gitarre und Klavier. Ihre ersten Erfahrungen sammelte sie in diversen Chören und Bands, später studierte sie in Hamburg Musik, seit einigen Jahren lebt sie in Berlin.
Dort arbeitet sie als Sängerin wie auch als Geigerin im Studio und auf der Bühne mit einer Vielzahl von Künstlern zusammen, unter anderen mit Nina Hagen oder Dieter Hallervorden. Wichtige Impulse erhielt sie vom kanadischen Jazzbassisten […] mehr


Abo

Top