Responsive image

Quintet

Johnny Griffin, Steve Grossman

Dreyfus Jazz/Edel Contraire FDM 36615-2
(56 Min., 5/2000) 1 CD

So sehr es mich freut, dass mit Francis Dreyfus endlich wieder jemand Johnny Griffins Spiel dokumentiert - diese Bop-Session ist keine Offenbarung wie das Duoalbum "In & Out" mit Martial Solal letztes Jahr. Vielleicht liegt es daran, dass Griffin - offenbar als Hommage an seine Tage mit Eddie "Lockjaw" Davis - mit einem zweiten Tenoristen, dem eine Generation jüngeren Steve Grossman, zusammengespannt wurde.
Doch zwei eher rau geblasene Saxofone bekommen, vor allem wenn man sie so trocken aufnimmt wie hier, leicht etwas Quäkendes, das mich an Versuche erinnert, einem manipulierten Plastikstrohhalm Töne zu entlocken. Rudy van Gelder hat auf Griffins atemberaubender "Blowing Session" von 1957 noch in mono vorgemacht, wie man dieses Problem in den Griff bekommt (dort waren sogar drei Tenoristen zu hören).
Das nötige Feuer ist zwar auch hier durchaus da, aber die wohl ziemlich ad hoc zusammengestellte Band klingt stets ein wenig polternd. Wenigstens bei den Balladen - Griffins "Don't Say Goodbye" und Grossmans "Little Pugie" - kann man sich kurz zurücklehnen.

Mátyás Kiss, 22.03.2001



Diese CD können Sie kaufen bei:

Als JPC- und Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen


Kommentare

Kommentar posten

Für diese Rezension gibt es noch keine Kommentare.




CD zum Sonntag:

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Externer Inhalt - Spotify

An dieser Stelle finden Sie Inhalte eines Drittanbieters, die Sie mit einem Klick anzeigen lassen können.

Mit dem Laden des Audioplayers können personenbezogene Daten an den Dienst Spotify übermittelt werden. Mehr Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Ein paar vorgegebene Noten, aber auch viel frei Improvisiertes – fast wie im Jazz. Beschrieb Nils Mönkemeyer seinen neuen diskografischen Ausflug nach Italien jüngst im Radio. Und ja, wer sich etwa erinnert, was Patricia Kopatchinskaja dem Konzerte wie am Fließband produzierenden Antonio Vivaldi unlängst auf der Geige andichtete – zugeben deutlich radikaler, als Mönkemeyer hier vorgeht – fühlt sich darin bestätigt. Es gibt Spielraum. Nun ist Mönkemeyer Bratscher, begegnet also […] mehr »


Top