Responsive image

Solo

Oscar Peterson

Pablo/Zyx PACD-2310-975-2
(68 Min., 1972) 1 CD

In den 70er Jahren befand sich Oscar Peterson auf der Höhe seines Ruhms - er wurde als würdiger Nachfolger Art Tatums bejubelt. Gleich diesem hatte er das Solospiel zu einer hohen Kunstfertigkeit entwickelt, die er vor allem an Orten pflegte, zu denen er mit seinem Trio nicht anreisen konnte. 1971 war bei MPS sein beeindruckendes Soloalbum "Tracks" erschienen, so dass die Zuhörer in Baalbek (Libanon) und Amsterdam wussten, was sie zu erwarten hatten. Von den seinerzeit mitgeschnittenen, nie vorher veröffentlichten Konzerten, darf man sich nicht die von Hans-Georg Brunner-Schwer erzielte Studioqualität erwarten, doch zieht Peterson ohne Rücksicht auf Verluste alle virtuosen Register seiner nicht unbedingt optimalen Instrumente. Doch sei ein Einwand nicht verschwiegen: Peterson blendet, betört und verführt in jedem swingenden Takt, aber sein beneidenswert vielseitiges, beidhändiges Können berührt einen nicht.

Mátyás Kiss, 22.02.2003



Diese CD können Sie kaufen bei:


Kommentare

Kommentar posten

Für diese Rezension gibt es noch keine Kommentare.




CD zum Sonntag:

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Externer Inhalt - Spotify

An dieser Stelle finden Sie Inhalte eines Drittanbieters, die Sie mit einem Klick anzeigen lassen können.

Mit dem Laden des Audioplayers können personenbezogene Daten an den Dienst Spotify übermittelt werden. Mehr Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Ein paar vorgegebene Noten, aber auch viel frei Improvisiertes – fast wie im Jazz. Beschrieb Nils Mönkemeyer seinen neuen diskografischen Ausflug nach Italien jüngst im Radio. Und ja, wer sich etwa erinnert, was Patricia Kopatchinskaja dem Konzerte wie am Fließband produzierenden Antonio Vivaldi unlängst auf der Geige andichtete – zugeben deutlich radikaler, als Mönkemeyer hier vorgeht – fühlt sich darin bestätigt. Es gibt Spielraum. Nun ist Mönkemeyer Bratscher, begegnet also […] mehr »


Top