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The Messenger

Kurt Elling

Blue Note/EMI CDP 8 52727 2
(72 Min., 1996) 1 CD

Selten genug überrascht der Jazz-Gesang uns mit einem richtigen “Knaller” - schon gar nicht bei den Sängern, für die ein alter Hase wie Kevin Mahogany noch zu den Jungen zählt. Aber hier ist er, der “Knaller”: Kurt Elling, neunundzwanzig Jahre alt, mit seinem zweiten Album. “The Messenger”.
Elling hat einen ähnlich weichen Bariton wie Mahogany, doch Welten trennen die Gesangsstile der beiden. Denn Elling versteht sich nicht nur als Sänger, sondern auch auch als Poet, und verbindet Musik und Text zu einem sehr eigenwilligen Ganzen. Eindringlich und beziehungsreich sind die oft philosophischen Texte, und ebenso ist Ellings Vortragsstil. Er hat eine Kunst entwickelt, die er “Ranting” nennt: ein Improvisieren nicht über die Musik, sondern die Texte - spontanes Dichten also. Dieser Stil findet sich in “It’s Just A Thing” oder “The Messenger”, doch auch Klassiker wie “April In Paris” und “Prelude To A Kiss” packt Elling frisch und mutig an.
Kurt Elling ist mehr als nur ein hervorragender Sänger, er ist eine Persönlichkeit, die sich auf “The Messenger” mit Ecken und Kanten vorstellt.

Bettina Swarowsky, 30.04.1997



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