Responsive image

Relativity

Marty Ehrlich, Michael Formanek, Peter Erskine

Enja/Edel Contraire ENJ-9376 2
(64 Min., 2/1998) 1 CD

Der Alt- und Tenorsaxofonist, Klarinettist und Flötist Marty Ehrlich steht immer noch im Schatten seines Kollegen Tim Berne. Dabei ist seine Kunst von gleicher Klasse - wenn sie auch weniger spektakulär neutönerisch klingt und sich mehr an die traditionelleren Formen des Jazz hält. Auf "Relativity" begegnet uns Marty Ehrlich in einem Triokollektiv der besonderen Art. Michael Formanek ist hinlänglich als Basslinien-Zauberer bekannt, der Schlagzeuger Peter Erskine gilt als Virtuose der Anpassungsfähigkeit bei pulsierend swingorientierten Spielarten. Hier jedoch ist er als Großmeister des offenen klangmelodischen Spiels in bester Paul-Motian-Tradition zu entdecken.
Abgeklärte, spröde schöne Eigenkompositionen der drei Musiker sind Ausgangs- und Orientierngspunkte für intensive Interaktionen, die ganz vom gegenseitigen Respekt und damit vom Aufeinander-Hören geprägt sind. Das künstlerische Potenzial dieser Formation ist ungeheuer. Möge sie zu einer festen Größe werden.

Thomas Fitterling, 16.03.2000



Diese CD können Sie kaufen bei:


Kommentare

Kommentar posten

Für diese Rezension gibt es noch keine Kommentare.




CD zum Sonntag:

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Es generierte durchaus Schlagzeilen, als der Musikwissenschaftler Timo Juoko Herrmann vor gut vier Jahren eine bisher unentdeckte, womöglich gemeinschaftlich entstandene Komposition von Wolfgang Amadeus Mozart, Antonio Salieri und einem gewissen Cornetti im Prager Nationalmuseum wiederentdeckte – es handelte sich um die Kantate zur Genesung der Sängerin Nancy Storace „Per la ricuperata salute di Ofelia“ KV 477a auf ein Libretto von Lorenzo da Ponte. Dass sie ausgerechnet Timo Juoko […] mehr »


Top