home

N° 1219
18. - 24.09.2021

nächste Aktualisierung
am 25.09.2021



Responsive image

Pyramid

Lew Tabackin, Netherlands Metropole Orkest

Koch Jazz 3-6917-2
(55 Min., 1988 - 1994) 1 CD

Lew Tabackin fühlt sich mit einem großen Orchesterapparat im Rücken hörbar wohl. Diese Spielsituation ist ihm besonders aus der Zeit, in der er mit seiner Frau Toshiko Akiyoshi eine renommierte Big Band leitete, noch vertraut. Das auch sonst mit namhaften Gastsolisten nicht geizende Netherlands Metropole Orchestra unter seinem Arrangeur und Leiter Rob Pronk verfügt aber noch zusätzlich über eine üppige Streichersektion, im Jazz bekanntlich Chance und Risiko in einem: Romantische Anleihen können sich leicht in schwülstige Film- oder Kaufhausmusik verwandeln.
„Yesterdays“ hier beginnt dagegen fast statisch, nur mit den vibratoarm geführten Streichern, um dann in eine quicklebendig à la Dolphy vorgetragene Flötenballade überzugehen – so funktioniert das verblüffend gut. Trotzdem setzt sich die Aura der großen Tanzorchester der Jahrhundertmitte (Artie Shaw zum Beispiel beschäftigte ebenfalls eine „String Section“) immer wieder durch. Das nostalgische Flair können auch bewegtere Tempi, bei denen Tabackin zum wendig geblasenen Tenorsaxofon greift, nicht beeinträchtigen, zumal sich das gut gewählte Repertoire am Ellington-Songbook orientiert.

Mátyás Kiss, 31.03.1999



Diese CD können Sie kaufen bei:

Als JPC- und Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen


Kommentare

Kommentar posten

Für diese Rezension gibt es noch keine Kommentare.


CD zum Sonntag

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Externer Inhalt - Spotify

An dieser Stelle finden Sie Inhalte eines Drittanbieters, die Sie mit einem Klick anzeigen lassen können.

Mit dem Laden des Audioplayers können personenbezogene Daten an den Dienst Spotify übermittelt werden. Mehr Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Im Mondschatten: Während Neil Armstrong und Buzz Aldrin den Mond erkundeten, verbrachte Michael Collins, der dritte Astronaut im Bunde, pro Umrundung je 46:38 Minuten allein im Funkschatten des Erdtrabanten. Exakt so lang dauert auch dieses Album des Jazzpianisten Michael Wollny, der Parallelen zieht zwischen jenen historischen Ereignissen aus dem Jahr 1969 und der Corona-Pandemie. Die Einsamkeit ist hier der Konnex. So nahm Wollny, als die Welt aus den Fugen geriet, in Pandemie-bedingter, […] mehr


Abo

Top