Responsive image

Vento

Barbara Casini, Enrico Rava

Label Bleu/EFA CD 7 94881 60912 3
(50 Min., 6/1999) 1 CD

Von Enrico Rava war in den Neunzigern hauptsächlich zu hören, dass er sich mit Jazzversionen von Opern befasste - ein weiter Weg seit den experimentelleren Zirkeln, die er in den Sechzigern und Siebzigern frequentiert hatte. Die lyrische Seite seines von Miles Davis inspirierten Spiels jedoch hatte sich jenseits aller Stile stets behaupten können. Nun, als Sechzigjähriger, unternahm er mit dem Arrangeur Paolo Silvestri eine kaum kaschierte Hommage an Davis' Aufnahmen mit Gil Evans.
Die zusätzlichen Streicherklänge sind wohl ein Geschenk an Ravas Muse Barbara Casini: Sie hat kaum Jazz-Ehrgeiz, verfügt aber über eine jederzeit angenehm ins Ohr gehende Chanson-Stimme, mit der sie ein bunt gemischtes, dreisprachiges Repertoire zum Besten gibt. Folglich drückt sich die Aufnahme erfolgreich um die Entscheidung, ob sie eine hörenswerte italienische Liedermacherin oder einen souveränen Trompeter ohne Egoprobleme herausstellen möchte, der dieser Orchesteraufnahme dezent, aber bestimmend seinen persönlichen Stempel aufdrückt.

Mátyás Kiss, 22.06.2000



Diese CD können Sie kaufen bei:


Kommentare

Kommentar posten

Für diese Rezension gibt es noch keine Kommentare.




CD zum Sonntag:

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Externer Inhalt - Spotify

An dieser Stelle finden Sie Inhalte eines Drittanbieters, die Sie mit einem Klick anzeigen lassen können.

Mit dem Laden des Audioplayers können personenbezogene Daten an den Dienst Spotify übermittelt werden. Mehr Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Ein paar vorgegebene Noten, aber auch viel frei Improvisiertes – fast wie im Jazz. Beschrieb Nils Mönkemeyer seinen neuen diskografischen Ausflug nach Italien jüngst im Radio. Und ja, wer sich etwa erinnert, was Patricia Kopatchinskaja dem Konzerte wie am Fließband produzierenden Antonio Vivaldi unlängst auf der Geige andichtete – zugeben deutlich radikaler, als Mönkemeyer hier vorgeht – fühlt sich darin bestätigt. Es gibt Spielraum. Nun ist Mönkemeyer Bratscher, begegnet also […] mehr »


Top